Staatsanwaltschaft greift im Fall Eisen ein

Nachdem die Räumung des Grundstücks der Familie Eisen gestern Morgen verhindert wurde, scheint sich das Recht durchzusetzen, wenn auch sehr langsam.

Am Mittwochnachmittag gab es auf der Estancia der Familie Eisen eine neue Razzia, die sich im Departement Itapúa befindet. Staatsanwaltschaft Walter Castro Bogarin hatte die Leitung der Durchsuchung. Das Ziel war es, zu bestimmen, wer sich auf der Farm befindet, die Identitäten der Personen festzustellen und zu überprüfen, ob diese im Besitz von Schusswaffen sind.

Laut dem Protokoll der Staatsanwaltschaft seien 50 Personen innerhalb des Anwesens vorgefunden worden, alles erwachsene Männer. Der Bericht fügt an, zurzeit der Durchsuchung wären keine Kinder, ältere Menschen oder Frauen zugegen gewesen. Gleichzeitig fragte die Staatsanwaltschaft bei dem Institut für ländliche Entwicklung (INDERT) nach, ob auf dem Grundstück bedürftigen Familien gestattet wurde, Agrarprodukte anzupflanzen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das INDERT reagierte prompt auf die Anfrage und erklärt, es wären keine Projekte auf dem Grundstück der Familie Eisen geplant gewesen. Laut dem Bericht hätte also eine Behauptung der Besetzer über Eigentumsansprüche keine Wirkung, nachdem das INDERT die soziale Komponente auf dem Anwesen ausschließt.

Der Kommandant der Nationalpolizei, Crispulo Sotelo, setzte den Räumungsbefehl aus, mit der Begründung, dass Bauern auf dem Grundstück seien und sie möglicherweise Konflikte verursachen könnten. Dieses Argument gegen eine Räumung des Grundstücks der Familie Eisen ist damit hinfällig.

Quelle: ABC Color