Areguá: Ein Strafgericht hat eine 55-jährige Frau zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, nachdem sie ihren damals fünfjährigen Enkelsohn sexuell missbraucht hatte.
Staatsanwalt Jorge Escobar von der Sondereinheit in Luque erwirkte die Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Im Prozess wurde zweifelsfrei nachgewiesen, dass die Frau sexuelle Handlungen an dem Jungen vorgenommen hatte. Bei der Verurteilten handelt es sich um die Großmutter väterlicherseits; das Opfer war zum Zeitpunkt der Taten erst fünf Jahre alt.
Der untersuchte Fall ereignete sich im Jahr 2022 in einem Wohnhaus in der Stadt Areguá. Ein entscheidendes Beweismittel war die Aussage des Kindes in einer sogenannten Gesell-Kammer (einem speziellen geschützten Raum für kindgerechte Vernehmungen), in der der Junge die Übergriffe durch die Frau detailliert beschrieb.
Das Richterkollegium bestand aus Óscar Rodríguez Masi (Vorsitz), Letizia de Gasperi und Julio César Granada.
Gemäß Artikel Nr. 29 des paraguayischen Kinder- und Jugendgesetzbuches wird die Identität der Verurteilten nicht veröffentlicht. Diese Bestimmung untersagt die Bekanntgabe von Daten, die Rückschlüsse auf die Identität des minderjährigen Opfers zulassen könnten.
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