Asunción: Was Experten seit Wochen befürchteten, trifft nun mit voller Wucht die Verbraucher weltweit: Eine beispiellose Energiekrise zwingt Regierungen von Australien bis Europa zu drastischen Maßnahmen.
Während in Paraguay Petropar die Zapfhähne für Diesel und 93-Oktan-Benzin drosselt, melden Länder rund um den Globus ähnliche Notstände. Die Ursache ist ein historischer Versorgungsschock durch den Konflikt im Nahen Osten, der rund 20 % der weltweiten Öl- und Gaslieferungen blockiert.
Rationierung als neue Normalität
Die Bilder gleichen sich überall: Schlangen an den Tankstellen und Schilder mit der Aufschrift “Nur 20 Liter pro Kunde“. In Ägypten wurden bereits Behörden früher geschlossen, um Strom zu sparen; in Australien reagieren Bundesstaaten mit kostenlosem Nahverkehr, um den Individualverkehr komplett lahmzulegen. Was wir gerade erleben, ist eine Form von “Energie-Lockdown“: Mobilität wird zum Luxusgut, das staatlich verwaltet werden muss.
Wirtschaft am seidenen Faden
Besonders kritisch ist die Lage beim Diesel. Da die Logistikketten weltweit auf diesen Treibstoff angewiesen sind, droht eine globale Versorgungslücke bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Die IEA (Internationale Energieagentur) hat bereits ihren größten Notfallplan der Geschichte aktiviert. Dennoch bleibt die Ungewissheit: Wie lange können die strategischen Reserven den Stillstand der wichtigsten Schifffahrtsrouten ausgleichen?
Frustration und Zukunftsangst
An den Tankstellen schlägt die Besorgnis in Wut um. Pendler, die für ihre Arbeit auf das Auto angewiesen sind, stehen vor dem Ruin, während die Inflation durch die explodierenden Transportkosten weltweit neue Rekordhöhen erreicht. Ohne eine politische Lösung im Nahen Osten droht der Welt ein dauerhafter Zustand der Mangelwirtschaft.
Der staatliche Ölkonzern Petropar steckt mitten in einer Versorgungskrise. Während die Karwoche die Reiselust der Menschen anheizt, stehen Autofahrer vor verschlossenen Zapfhähnen oder strengen Rationierungen. Experten warnen bereits: Wenn der Diesel knapp wird, droht dem ganzen Land ein Stillstand.
Rationierung an der Zapfsäule von Petropar
An zahlreichen Stationen im ganzen Land ist das beliebte 93-Oktan-Benzin (gelbes Benzin) bereits restlos ausverkauft. Doch es kommt noch schlimmer: Beim lebensnotwendigen Diesel haben die Pächter erste Beschränkungen eingeführt. “Nur noch Kleinmengen pro Kunde“, heißt es an vielen Orten. Diese Maßnahme soll einen totalen Zusammenbruch der Lagerbestände verhindern, sorgt aber bei Pendlern und Logistikunternehmen für nackte Panik.
Energiekrise statt Osterfrieden
Besonders brisant: Die Engpässe treten nur wenige Tage nach einer offiziellen Vereinbarung zwischen der Regierung und den Transportunternehmen auf. Dass Petropar ausgerechnet jetzt die Puste ausgeht, wirft Fragen über die tatsächlichen Reserven des Landes auf. Kritiker sprechen bereits von einer schleichenden Energiekrise, die das Land in einen “unfreiwilligen Lockdown“ zwingen könnte. Wenn Lastwagen nicht mehr rollen und Busse im Depot bleiben, kommt die Wirtschaft zum Erliegen.
Angst vor dem Stillstand
Die Frustration unter den Bürgern wächst. Wer auf sein Fahrzeug angewiesen ist, verbringt Stunden mit der Suche nach Treibstoff – oft vergeblich. Da offizielle Erklärungen zur Dauer der Krise fehlen, schießen Spekulationen ins Kraut: Wie lange reichen die Vorräte noch? Stehen wir vor einem harten Versorgungs-Lockdown für den privaten Sektor?
Die kommenden Tage werden entscheiden, ob die Regierung die Kontrolle behält oder ob Paraguay in eine Phase der energetischen Isolation schlittert.
Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv















Asam
Es ist wirklich erstaunlich, wie alle gleich eine riesige Show abziehen, nur weil 20% fehlen.
Es ist wie bei C-19, da waren sie auch alle gleich dabei. Gibt jede Menge Geld als Regierung, wenn man mitmacht.
Fakt ist: Es ist mehr als genügend Öl vorhanden. Es wird künstlich verknappt, so wie bspw. in den Niederlanden, wo man Tanker einfach nicht zügig entlädt, sondern diese in der Nordsee Kreise ziehen lässt.
Als US Vasall muss man sich natürlich an den US Plan halten und die eigene Wirtschaft, mal wieder, zum Stillstand bringen. Der Dollar ist eh bald Toast, das konnte man schön an beiden letzten Verkaufsaktionen für US Staatsanleihem sehen. Da ging so gut wie nix.
Aber immer schön dem Trump die Füße küssen…
Land Of Confusion
Schau dir mal bitte auf Politik Spezial das letzte Interview mit Markus Krall an. Klingt für mich alles sehr schlüssig, die USA wollen weiterhin mit aller Macht durchsetzen, dass Öl weltweit überwiegend in Dollar bezahlt wird.
Solange das so bleibt, ist man offenbar auch bereit, eine multipolaren Welt zu akzeptieren. Die USA hat vollständige Kontrolle über den amerikanischen Doppelkontinent, Russland auf dem ehemaligen Gebiet der Sowjetunion und China über Ostasien und korrupten Regierungen in Afrika.
Die Aktion mit Maduro war sicher eine Warnung an alle linken Präsidenten in Lateinamerika und demnächst wird Kuba geschluckt.
Ernst_H
Wieso bekommt Paraguay sein Öl aus dem Iran und nicht aus Venezuela, Brasilien oder den USA?
TejuJagua
Weil man dann die Preise nicht in den Himmel steigen lassen könnte, würde man die Wahrheit sagen, woher das Öl kommt.
waldwixxler
Ich denke dass das Thema einfach nur falsch angegangen wird. Wird sollten lieber impfen anstatt zu tanken.