Saltos del Guairá: Staatsanwalt Abelino Aveiro, der den Tod eines jungen Anästhesisten untersucht, gab an, dass Einstichspuren an deutlich sichtbaren Stellen am Arm des Opfers gefunden wurden. Der Vorfall ereignete sich am Freitag nach einer Operation.
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft erklärte, dass Dr. Eliseo Gabriel Gaona (27), der Anästhesist des Regionalkrankenhauses von Saltos del Guairá, Wunden an „sichtbaren Stellen“ an beiden Armen aufwies, bei denen es sich um Injektionsspuren handelt.
„Tatsächlich gab es im Fall des Mediziners sogar eine Vorgeschichte. Das hat unsere Aufmerksamkeit besonders erregt, da es sich um sehr gut sichtbare Bereiche handelte, die blau verfärbt waren. Es gab deutliche Anzeichen dafür, dass er sich regelmäßig Spritzen setzte“, so der Ermittler.
Mögliche Fentanyl-Überdosis
Staatsanwalt Aveiro hob die Gefahren von Fentanyl hervor – ein Medikament, das offenbar verstärkt von Medizinern missbräuchlich verwendet wird. Er schloss dessen Einsatz in diesem speziellen Fall nicht aus.
„Fentanyl ist ein extrem starkes Medikament. Es soll 100-mal stärker als Morphin und 50-mal stärker als Heroin sein. Wir warten derzeit auf die toxikologischen Untersuchungen, um die genaue Art des Wirkstoffs zu bestimmen“, betonte er.
Der Todesfall hat unter den Ärzten des Krankenhauses große Bestürzung ausgelöst und rückt erneut den Mangel an psychologischer Betreuung in solch sensiblen medizinischen Fachbereichen in den Fokus.
Fund im Badezimmer
Der Vorfall wurde am Freitagabend gegen 23:00 Uhr öffentlich, im Anschluss an einen chirurgischen Eingriff im Regionalkrankenhaus von Saltos del Guairá.
Da der Arzt ungewöhnlich lange wegblieb, machten sich seine Kollegen auf die Suche nach ihm. Sie fanden ihn schließlich leblos im Badezimmer; in seiner Gürteltasche befanden sich eine Spritze sowie verschiedene Medikamente.
Wochenblatt / Última Hora















