Umgekrempelt

Asunción: Nach der Wahl von Blas Llano zum neuen Senatspräsidenten begann man mit intensiven Verhandlungen, die zum Ziel haben sollen mindestens vier Minister des Obersten Gerichtshofs auszutauschen. Beide Sektoren, die ANR und die PLRA, an einem Zweiparteiensystem interessiert, wollen ihre jeweils zwei Plätze in der maximalen Judikative nicht aufgeben.

Die Renovierung bzw. der Austausch der Magistrate soll wenn es nach dem Bestreben beider Parteien geht noch vor Jahresende vollzogen werden. Cartes erhofft sich anscheinend eine Beschleunigung einiger Prozesse bzw. eine Modernisierung in einer der drei Staatsmächte. Sein Favorit, José Antonio Moreno Ruffinelli, ist mit 75 Jahren leider zu alt für das Amt.

Die mit einem Kreuz versehenen Minister des Obersten Gerichtshofes die der liberalen Partei angehören sind Sindulfo Blanco und Óscar Bajac. Beide kamen mittels einem rot-blauen Pakt an ihren Posten. Llano wurde gerne einen der zukünftig freien Plätze mit Juan Carlos Ramírez Montalbetti besetzen. Das Problem dabei ist nur, dass auch dieser durch seinen Vorsitz beim Institut für ländliche Entwicklung (Indert) sehr fragwürdige Entscheidungen traf und von vielen Seiten kritisiert wurde. Einer Anklage konnte er entkommen. Sein Ruf litt jedoch.

Unter den Ministern des Obersten Gerichtshofes die der Colorado Partei angehören und höchstwahrscheinlich gehen müssen sind Víctor Núñez und César Garay. Das Problem von Núñez ist seine Nähe zu Javier Zacarías Irún.

Senator Juan Carlos Galaverna, der schon vor Wochen seine Absicht ankündigte hat anscheinend auch ein Wörtchen mitzureden, und möchte einen seiner Kandidaten mit einem freien Posten besetzen. Seine Wahl fällt entweder auf Agustín Lovera Cañete oder Emiliano Rolón. Beide versuchten schon unter Fernando Lugo diese Stellen zu besetzen, welche schlussendlich Luis María Benítez Riera und Gladys Bareiro de Módica zugesprochen bekamen.

Galaverna hofft zudem, dass einige Minister freiwillig ihren Platz räumen, so dass sie kein Amtsenthebungsverfahren über sich ergehen lassen, was die Alternative wäre.

In den Reihen der ANR positioniert sich jedoch auch ein Mann, der dem Präsidenten sehr nah steht. Es handelt sich um den Berater Darío Filártiga. Bis jetzt hüllt sich Cartes in Schweigen was diese Pläne angeht. Jedoch ist es offensichtlich, dass Blas Llano sein Wunsch für die Senatspräsidentschaft war, da sich beide trotz verschiedener Parteizugehörigkeit gut leiden können.

(Wochenblatt / Última Hora)

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