Madrid: Die junge Paraguayerin Aliss Ruiz, die in Spanien lebt, sorgt in den sozialen Netzwerken für Aufsehen. Sie berichtet, dass sie ihre Tochter gezielt in der Guaraní-Kultur erzieht, um sie vor der “Bosheit einiger Leute“ zu schützen.
Ihr Ziel: Das Mädchen soll sich in Zukunft auf Guaraní verteidigen können, falls versucht wird, sie aufgrund ihrer lateinamerikanischen Abstammung herabzusetzen.
Eine “Paraguayerin“ in Spanien
„Ich bin eine Paraguayerin, die in Spanien lebt, mit einem spanischen Baby, das hier geboren wurde. Und ich glaube, ich gehöre zu den wenigen Müttern, die wie eine Paraguayerin mit ihren Kindern sprechen – ich spreche mit ihr auf Guaraní“, erklärte Ruiz in einem viralen Video auf TikTok.
Obwohl ihre Tochter erst ein Jahr alt ist, sei sie bereits “völlig paraguayisch kultiviert“. Die Entscheidung, sie so zu erziehen, begründet Ruiz mit den Herausforderungen in ihrem Umfeld. „Obwohl es viele gute Menschen gibt, wird es immer auch böse Menschen geben (…), die sagen, dass ein Baby, nur weil es hier geboren wurde, kein Spanier sei. Es bleibe Latino“, so die junge Mutter.
Stolz und Identität
Für Ruiz ist das Erlernen der Sprache eine Waffe für das Selbstbewusstsein: „Sie soll mit Stolz sagen, dass sie Paraguayerin ist, auch wenn sie in Spanien geboren wurde. Und wenn sie beleidigt wird, soll sie sich auf Guaraní wehren können.“
Reaktionen im Netz
Das Video löste eine Welle von Kommentaren aus. Viele Nutzer unterstützen ihre Entscheidung: „Ich gratuliere dir! Zweisprachig zu sein ist ein riesiger neurologischer Vorteil für ihre Zukunft“, schreibt ein User. Ein anderer betont: „Ihre paraguayischen Wurzeln sind Teil ihrer Identität, 10 von 10 Punkten für diese Entscheidung.“ Kritische Stimmen gaben jedoch zu bedenken, dass das Kind in der Schule ohnehin das spanische Wesen annehmen werde.
@aliss.rz #fyp #parati #paraguayosporelmundo❤️❤️❤️❤️ #españa #latina ♬ sonido original – Aliss Ruiz
Wochenblatt / La Nación / TikTok
















zardoz
Ist das Gegenteil von Integration. Man könnte sie fragen warum sie dann hier sind und nicht in Paraguay.