Warnung vor Betrügernetzwerk bei Seniorenrenten

Asunción: Der Minister für soziale Entwicklung, Tadeo Rojas, warnte vor einem Netzwerk von Betrügern. Diese geben vor, im Namen von Finanzunternehmen zu handeln, und versprechen, Rentenzahlungen in die Wege zu leiten.

„Man muss verstehen, dass die Zahl der Berechtigten zunimmt, je weiter das Eintrittsalter sinkt. Es gibt mehr jüngere Menschen im Alter von 67 oder 68 Jahren – eine größere Gruppe potenzieller Empfänger, da sie aufgrund ihres Alters natürlich noch am Leben sind“, erklärte er gegenüber dem Sender 1020 AM.

Angesichts von Berichten über Unregelmäßigkeiten stellte Rojas klar, wie das Rentenprogramm für Senioren funktioniert.

Ein dynamisches System

Der Minister erläuterte, dass das System sehr dynamisch sei: Jeden Monat gebe es zwischen 1.000 und 1.200 Abgänge aufgrund von Todesfällen. Dies ermögliche es, kontinuierlich neue Personen von der Warteliste in das Programm aufzunehmen. „Dadurch können wir jeden Monat tatsächlich neue Empfänger bearbeiten und eingliedern“, präzisierte er.

Der offizielle Ablauf der Rentenzahlung

Um Betrug vorzubeugen, erklärte Rojas den bürokratischen Weg der staatlichen Hilfe:

-Vorauswahl: Das Sozialministerium sendet eine Liste potenzieller Empfänger an das Wirtschaftsministerium.

-Prüfung: Das Wirtschaftsministerium (MEF) prüft die Liste erneut; teilweise wird auch der Rechnungshof eingeschaltet.

-Auszahlung: Erst danach überweist das Wirtschaftsministerium die Mittel an die Nationalbank (BNF), welche die Auszahlung vornimmt.

Falls ein Konto gesperrt wird, geschieht dies durch die Bank. Eine Reaktivierung ist auf Antrag möglich, sofern nachgewiesen wird, dass der Begünstigte noch am Leben ist.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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