Was geschah mit den 5 Millionen US-Dollar zur Seereinigung?

Areguá: Junge Mitglieder der Bewegung „Bürger eines transparenten Paraguays“ bitten vom Umweltsekretariat um Auskunft, was aus den 5 Millionen US-Dollar zur Reinigung des Ypacaraí Sees wurde. Diese Summe wurde 2010 von dem koreanischen Unternehmen Samsung gespendet. Die Aktivisten befürchten, dass das Geld dank blühender Korruption schon längst verschwunden ist.

Die Gruppe welche keine spezifische Unterstützung einer politischen Partei erhält untersucht Korruption in der Regierung. Obwohl aktuell von 2008 aufwärts recherchiert wird werden auch die Jahre davor durchleuchtet.

Als Startpunkt für ihre neue Gruppe nehmen sie den Ypacaraí See. Der Elektronikkonzern Samsung spendete dem paraguayischen Umweltsekretariat (Seam) 5 Millionen US-Dollar um eine nachhaltige Reinigung mit verschiedenen Projekten zu finanzieren. Sprecher des koreanischen Unternehmens sagten in diesen Tagen, dass die Summe von 4,5 Millionen US-Dollar ausreichend wäre um das Binnengewässer zu reinigen und fragen sich nun, was aus der Summe wurde. Auf dem offiziellen Weg sendeten sie am 7. Februar eine Anfrage an die Seam. Eine Antwort erhielten sie bis heute nicht.

„Mit diesem Geld hätte man vorbeugend etwas tun können, dann wäre es nie so weit gekommen. Die Mittel dafür waren vorhanden“, sagte Fernando Bernal, einer der Aktivisten.

Die Gruppe glaubt, dass es nach wie vor notwendig für Transparenz zu sorgen, damit der Bürger weiß was mit solchen Geldern geschieht.

Die Regierung gründete im letzten Monat ein Anti-Korruptionssekretariat (Senac), welches zwar einen Vorsitzenden mit Monatslohn hat jedoch kein Haushalt um aktiv agieren zu können.

(Wochenblatt / Abc)

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21 Kommentare zu “Was geschah mit den 5 Millionen US-Dollar zur Seereinigung?

  1. das dürfte wohl das dümmste sein, dem paraguayschen staat geld zu überweisen, damit er was sinnvolles damit macht.
    genausogut könnte man das geld im see versenken und dann hoffen, dass er sauber wird. beides funktioniert keineswegs. vielleicht wäre es gut, wenn man den staat auf rückzahlung dieses geldes verklagen würde. wie blöde müssen nur diese politiker sein, damit verlieren sie im ausland jegliches vertrauen. aber soweit können sie in ihrer dummheit natürlich nicht denken, ist schon klar. diese ganze bande gehört einfach nur eingesperrt und ihr ganzes vermögen konfisziert, dann hätte man bestimmt genug geld um viele probleme hier in paraguay zu lösen.

  2. hola lorry,

    man spürt aus deinen zeilen die verärgerung …..

    und dazu besteht auch grund und der anlass steht ja oben…..

    es ist manchmal wirklich nur noch zum kotzen hier ….

    deshalb kann ich so merkwürdige sprüche ….von wegen py – das paradies nicht mehr hören…..

    ich drücke diesen jungen menschen die daumen, vielleicht können sie etwas bewirken ….würde mich sehr darüber freuen *

    1. hallo krista, da hast du völlig recht ich bin echt stinkesauer und ich werde mich wohl auch niemals an solch korrupte verhältnisse hier gewöhnen. wenn jemand hier sein paradies gefunden hat mag ich es ihm ja gönnen aber für mich sehen paradisische verhältnisse bei weitem anders aus. was mir aber einfach nicht in den kopf gehen mag ist folgendes: wie kann man nur ein so korruptes system unterstützen in dem man diesen kleptomanen noch das geld hinterherwirft. dies zeugt auch nicht gerade von besonderer intelligenz. ich sehe auch des weiteren keine positive veränderung auf paraguay zukommen da spielt es absolut keine rolle wer nun an die macht kommt, da ja alle aus dem gleichen stall entsprungen sind. so wie es aussieht hat sich auch das paraguaysche volk schon längst mit diesen kriminellen politischen verhältnissen abgefunden, leider kann man da nur sagen. so läuft das spielchen einfach weiter. die einen werden immer ärmer und dafür diese kleine gruppe von mafiosis und drogenhändlern etc. immer reicher und das auf kosten der allgemeinen bevölkerung. um es nochmals zur sprache zu bringen, ein paradies sieht für mich bei weitem anders aus.

      1. in jede regierung ist kurroption.auch in deutschland. sind viele deutschen
        die hier in paraguay ihr paradies suchen und die
        werden es niemals finden.Paradies muss man einfach annehmen wie es ist.egal wo das ist

      2. Hallo Lorry

        Ich bin in diesem Punkt völlig Ihrer Meinung. Jeder hat hier doch schon seine Erfahrungen mit Korruption gemacht. Sicher gibt es Korruption überall auf der Welt. Nur in PY ist es Volkssport geworden und hat große Ausmaße angenommen. Solange die “ Eliten “ des Landes, das auch noch vorleben, wird sich in diesem Land nicht ändern. Das muss jedem klar sein der nach Paraguay auswandert. Das fängt bei der Einfuhr des Containers an und endet bei der Multa in Straßenverkehr noch lange nicht. Nicht das paraguayische Volk ist Opfer der Korruption, sondern jeder hier im Lande der die Möglichkeit zur Korruption hat, nutzt diese gnadenlos aus.
        Versuchen Sie mal eine Firma im Industriesektor zu Gründen….

  3. Das ist eine sehr gute Idee diese Bürgerinitiative die den Staat mal auf die Finger schauen kann und Aufklärung fordern könnte.

    Ich würde es begrüßen diese Bürgerinitiative durch Werbung und Zeitungsberichte hier in dem Wochenblatt auch weiter um Mitglieder zu werben.

    Ich würde da auch monatlich mit einem kleinen Geldbetrag diese Initiative unterstützen wobei ich der Meinug bin, dass auch andere egal welcher nationalität sich anschließen würden.

    Vielleicht kann man durch Öffentlichkeitsarbeit und
    Transparenz dieser Initiative, die Politiker dazu zwingen, bei bestimmten Projekten Rede und Antwort zu stehen.

    Die Macht der Menschen ist sehr groß wenn Sie vereint sind, denn „Wir sind das Volk“

  4. bin dafür, so eine Gruppe zu unterstützen und auch einen finanziellen Beitrag zu leisten…..

    es wäre fast wie ein Traum, wenn Bewegung in diesen Sumpf kommen würde ***

    werde mal den Link anklicken um weitere Infos zu erhalten

  5. Heute habe ich von Paraguayern folgendes gehört: Niemand sei daran interessiert, den See auszubaggern, weil im See Goldbarren liegen sollen, ca 3 Wagen voll. Im 18. Jahrhundert hätten Briten Baumwolle gekauft, die mit Gold bezahlt wurde. Noch nie habe ich gehört, dass damals irgendwo auf der Welt Briten irgend etwas mit Gold bezahlt hätten. Aber vielleicht ist an der Legende doch etwas dran? Deswegen sei man dagegen gewesen, dass Koreaner den See kostenlos ausbaggern!

    1. Auf solch ein Geschwätz sollte man wirklich nichts geben. Ich lebe seit vielen Jahren hier und habe soviele irre Geschichten über verstecktes Gold etc. gehört – da hätte schon das nächste große Klondike-Goldfieber ausbrechen müssen. – Wenn man gerade mal wieder nichts zu tun hat, weil es vielleicht tröpfelt, werden tolle Geschichten erzählt – Ein Paraguayer hat einen 500er in den See fallen lassen und jeder gibt noch eins drauf, so dass am Ende wirklich eine Tonne Gold zusammenkommt 😉

      1. wenn ein paraguayer seiner umwelt seinen ploetzlichen
        reichtum nicht durch fakten erklaeren kann, behauptet er
        „plata yvyguy“gefunden zu haben,also einen versteckten
        schatz.natuerlich hat es schon so etwas gegeben,besonders
        „schaetze“,die waehrend des triple allianza krieges
        vergraben wurden.normalerweise aber eine ausrede, wenn
        jemand illegal zu viel geld gekommen ist.
        noch dazu ist der ypacarai-see doch sehr seicht,da braucht man kein jacques piccard zu sein um den seegrund
        genauer zu erforschen.

  6. Diese jungen Paraguayer waeren auch einmal einen Artikel Wert, es besteht noch Hoffnung fuer dieses Land 🙂

    Puesto que el gobierno no tiene un Ministerio de la Cultura, hemos creado entretanto uno virtual con „K“ a modo de protesta ya que el Paraguay se clasifica último en Sudamérica en inversión en este rubro. Bienvenidos/as!

    Zu finden auf Facebook unter „Ministerio de Kultura“
    oder
    http://minkultura.com/

    Gruss
    Adi

  7. das halte ich für ein Märchen……

    oder um zu verschleiern wo die 5 mill. dollar gelandet sind *lach*

    da würden doch die pyos tag und nacht tauchen und nicht nur die pyos auch viele ausländer ** *grins*

    1. @ Krista
      Grämen Sie sich nicht, dass sie zum Tauchen zu alt sind.
      Wenn da jemals Gold gewesen wäre, wäre es schon längst
      weg. Dafür hätte man den See schon lange leergepunmpt und den Grund gründlichst umgegraben ;-)))

  8. Angeblich soll das Gold der Regierung gehören und die Großkopfeten wüßten nicht, wie sie das Gold untereinander aufteilen sollten bzw. sei von diesen Leuten niemand in der Lage, unbeobachtet den Schatz an sich zu reißen. Vor ca 2 Wochen soll ein einfacher Paraguayer beim Angeln einen Goldbarren entdeckt und diesen aus Angst zur Polizeistation in San Bernardino gebracht haben. Meine Frage dazu: Waren vor zwei Wochen nicht schon alle Fische im See tot? Wußte der Campesino dies nicht?

  9. Wenn man in Paraguay überall dort Gold finden würde wo es vermutet wird, dann lägen wir bereits vor Südafrika. Jeder weiß wo es versteckt ist und viele kennen sogar Leute die Gold gefunden haben und reich geworden sind. Es wird auf Feldern gegraben und geschaufelt, aber gefunden wird meistens nichts. So wie immer, jeder weiß alles und am Ende weiß keiner etwas. Viel Gerede aber ansonsten auch nichts.

  10. Jedes Mal, wenn irgendwo ein Terreno verkauft wird, wird der zukünftige Eigentümer auf besondere Felsformationen, alte Bäume, Brunnen an ungewöhnlicher Stelle, oder ähnliche Kuriositäten hingewiesen und darüber informiert, daß dort mit 100%iger Sicherheit ein Goldschatz vergraben liege, der bisher nur nicht gefunden wurde, weil sich der jetzige Eigentümer kein potentes Metallsuchgerät leisten könne.

    Ich habe mich auch schon oft gefragt, wieso ausländische Regierungen und Investoren den py Politikern Geld für Projekte geben, ohne sich darum zu kümmern, wo diese Summen bleiben.
    Danach fragen sie dann immer erst, wenn publik gemacht wird, daß die Gelder mal wieder in den Taschen der Verantwortlichen verschwunden sind.