Asunción: Jeder Fünfte in Deutschland denkt über Auswanderung nach – vor allem jene, die dieses Land bisher getragen haben. Während Deutschland zum Sanatorium für Sozialleistungsempfänger verkommt, wird Paraguay zum neuen Magneten für jene, die noch etwas aufbauen wollen.
Die Zahlen lügen nicht: 21 Prozent der Bevölkerung erwägen laut DeZIM-Studie den Absprung. 1,2 Millionen Menschen haben 2024 bereits die Koffer gepackt. Das ist kein “Meckern auf hohem Niveau“ mehr – das ist eine stille Kapitulation vor einem System, das Leistung bestraft und Bevormundung zur Staatsräson erhoben hat. Doch während Berlin noch über “positive Narrative“ schwadroniert, hat eine wachsende Gruppe von Realisten längst eine Entscheidung getroffen. Ihr Kompass zeigt nach Südamerika. Genauer gesagt: Nach Paraguay.
Plan B ist kein Traum mehr, sondern Notwendigkeit
Der durchschnittliche Deutsche droht beim Abendbrot oft nur: „Wenn das so weitergeht, bin ich weg!“ Doch dann scheitert er an der eigenen Kernkompetenz – den Bedenken. Ganz anders die Macher, die Unternehmer und jene mit Migrationsgeschichte, die wissen, was es heißt, sich neu zu erfinden. Sie suchen nicht mehr nach dem nächsten deutschen Reformversprechen, das ohnehin im bürokratischen Morast versinkt. Sie suchen Freiheit.
Warum Paraguay? Weil dieses Land genau das bietet, was Deutschland verloren hat: Eigenverantwortung. Wer in Deutschland heute ein Unternehmen gründet, hat das Gefühl, gegen den Staat zu arbeiten. In Paraguay arbeitet man für sich selbst. Wer dort ankommt, findet keinen aufgeblähten Nanny-Staat vor, der einem vorschreibt, wie man zu heizen oder zu denken hat. Man findet ein Land, das den Fleißigen noch atmen lässt.
Das Ende des Sozialstaats-Bindemittels
In Deutschland ist der Sozialstaat längst kein Sicherheitsnetz mehr, sondern ein klebriges Bindemittel, das die Menschen in der Abhängigkeit hält. Man bleibt nicht mehr aus Begeisterung, sondern weil man sich das Risiko der Freiheit nicht mehr zutraut. Deutschland ist der Ort geworden, an dem man “weich fällt“, aber niemals hoch fliegt.
Paraguay hingegen ist das Land für die Aufsteiger. Es ist der Gegenentwurf zur deutschen “demografischen Zeitenwende“. Während in Berlin das Geld der Leistungsträger in bodenlose Sozialtöpfe fließt, bietet Paraguay ein Steuersystem, das diesen Namen noch verdient: einfach, transparent und respektvoll gegenüber dem Eigentum des Bürgers. Hier wird nicht gefragt, was man für den Staat tun kann, sondern man lässt den Menschen in Ruhe sein Leben gestalten.
Die Realistischen gehen – und sie wissen wohin
Es ist ein historischer Prozess: Die Guten gehen. Die Realistischen gehen. Wer es sich zutraut, das deutsche Sicherheitsdenken abzulegen, erkennt in Paraguay eine Chance, die es in Europa nicht mehr gibt. Es ist die Flucht vor einer Politik, die Realität als “rechts“ klassifiziert und Verantwortung als verdächtig betrachtet.
In Paraguay herrscht noch ein Pragmatismus, den wir in Deutschland längst gegen Ideologie eingetauscht haben. Es gibt keine „Willkommenskultur für Auswanderer“ aus dem Ministerium, sondern eine echte Willkommenskultur der Möglichkeiten. Hier zählt noch der Handschlag, das Netzwerk und der Wille, etwas zu schaffen.
Fazit: Berlin wird erst aufwachen, wenn niemand mehr da ist, um die nächste “Transformationsstrategie“ zu finanzieren. Doch bis dahin werden die Klugen längst unter der Sonne Paraguays sitzen. Sie haben verstanden, dass man ein sinkendes Schiff nicht durch “Haltung“ rettet, sondern indem man rechtzeitig in das Rettungsboot steigt.
Paraguay ist nicht das Ziel für Suchende nach dem nächsten Sozialamt. Es ist das Ziel für jene, die ihren Stolz, ihr Kapital und ihre Freiheit retten wollen. Die Frage ist nicht mehr, ob man geht, sondern nur noch, wie schnell man in Asunción landet.
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