“Wir brauchen mehr Wasser, als wir produzieren“

Asunción: Ein großer Teil der Bürger von Asunción und aus dem Departement Central leidet seit Monaten unter Wassermangel, ohne dass bisher Hoffnung auf eine Lösung besteht. Dies bedeutet, dass in sozialen Netzwerken der Wechsel des Leiters der Sanitärgesellschaft Essap, Natalicio Chase, gefordert wird.

Der technische Leiter der Einrichtung, Ingenieur Zoilo Benitez, erklärt: „Das Problem der Essap besteht darin, dass der Verbrauch höher ist als die Produktion. Die Infrastruktur ist mehrere Jahre alt, was eine dauerhafte Investition von finanziellen und technologischen Ressourcen erfordert hätte, aber diese nicht dem Bedarf unserer Kunden entsprach“.

„Wir setzen kurz- und mittelfristig bereits einen strategischen Plan um. Kurzfristig besteht er aus der Installation von 10 kompakten, mobilen Wasseraufbereitungsanlagen und erfordert einige Infrastrukturarbeiten wie den Anschluss an die Netze. Er ist schon ziemlich weit fortgeschritten. Die ersten Anlagen sollen am 15. Dezember in Betrieb gehen und bis zum 15. Januar dürften sie alle voll funktionsfähig sein“, sagte Benitez.

Sieben Anlagen sollen den Bedarf des Zentrums von Asunción sowie seiner Umgebung decken und so den heute in Viñas Cué genutzten Sektor freigeben, der dann an andere Orte umgeleitet würde, erklärte Benítez weiter.

Darüber hinaus wird in Sajonia eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, die einen Großteil der Nachbarschaft versorgt.

„Wir werden auch den See benutzen, der sich im Park Carlos Antonio López befindet. Von dort muss Wasser in andere Teile der Stadt gepumpt werden, hauptsächlich nach Sajonia. Das Problem ist, dass es wenig Wasser gibt, weil es kaum regnet und sich so das Reservoir nicht wieder befüllt“, sagte Benitez abschließend.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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6 Kommentare zu ““Wir brauchen mehr Wasser, als wir produzieren“

  1. monosapiens sapiens

    Die Infrastruktur ist mehrere Jahre alt? Ein schlechter Witz. Seit Stroessner wurde so gut wie nichts investiert.

    1. Vielleicht sollten sie mal damit beginnen zeitnah ihre Wasserrohrbrüche zu reparieren. Tage manchmal auch Wochen läuft das Wasser in kleinen Bächen auf der Strasse davon. Es fühlt sich keiner Verantwortlich. Gleichgültig ist an der Tagesordnung. Das Geld für die Erneuerung der Leitungen fliesst wie immer in die Taschen der Oberen.

  2. Die Herren leben seit Jahrzehnten von der Substanz des unternehmens und fuellen sich nur die Taschen. Einfach rigeros oben auf der Gehaltsliste mit ersatzlisen Entlassungen anfangen, dann bewegt sich was. Der blosse Austausch von amigos bringt nichts.

  3. Zoilo Benitez…den hab ich zu Zeiten des Ministeriums kennengelernt. War auch Direktor dort. Eine ruhige Person, vom Wissen her kann ich ihn nicht beurteilen, allerdings strammer Kolorado (sonst würde er Führungspositionen gar nicht bekommen). Bei Essap also jetzt.
    Naja, eigentlich können diese Leute auch nicht so viel an der Misere, müssen ihren Kopf hinhalten, da die Gelder für Planilleros, teuren Estudios und Viaticos (Reisegelder) gebraucht werden- seit vielen Jahren schon.

  4. DerEulenspiegel

    Das dumme Geschwätz der Essap höre ich schon seit 17 Jahren! Nichts hat sich seit dem verbessert. Die Manager, Parteiamigos, wechseln sich ab – doch im Grunde erkennt man keinen Unterschied zu dem, wie es vorher war. Entweder man erkennt ein Problem und packt es endlich an – oder man ist strohdumm und hat keine Ahnung von der Materie.

  5. Leselampe mit Tischbefestigung

    Naja, mehr Verkauf ergibt ja nur mehr Arbeit, wäre doch gut wenn die Menschen überhaupt kein Wasser mehr bräuchten, dann bekämens ihren Zahltag trotzdem. Dann könntens sogar noch ihre täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abschließen, um als Jefe weiterhin einen Zahltag von 20.000 Euro monatlich zu kassieren. Vom Können und Fleiß stehens ja ihren europäischen Pendants in nichts nach.