Villarrica: Mit einer massiven Beteiligung von Bürgern, Radfahrern und Besuchern erlebte das Departement Guairá einen Tag voller Erinnerung, Identität und Emotionen bei der Einweihung von “El Visor de la Historia“ (Der Betrachter der Geschichte).
Dabei handelt es sich um eine künstlerische und kulturelle Installation, die darauf abzielt, die Gemeinschaft wieder mit der paraguayischen Eisenbahnvergangenheit zu verbinden. Die Veranstaltung fand in Félix Pérez Cardozo statt.
Das Treffen begann in der Gemeinde Ka’undy, wo der “Visor“ offiziell freigegeben wurde. Es handelt sich um eine Struktur, die die Landschaft der Ybytyruzú-Cordillera einrahmt und symbolisch den Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges nachstellt. Das Projekt stieß bei Menschen jeden Alters auf großes Interesse und bot eine Erfahrung, die Kunst, Landschaft und historisches Gedächtnis vereint.
Im Anschluss unternahmen die Teilnehmer eine Freizeit-Tour entlang der alten Bahntrasse bis zum Bahnhof von Villarrica. Der Ausflug, an dem zahlreiche Menschen beiwohnten, ermöglichte es, einen Weg neu zu interpretieren, der jahrzehntelang entscheidend für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region war und nun als Raum für Begegnung und Reflexion zurückgewonnen wurde.
“El Visor de la Historia“ präsentiert sich als kontemplatives Erlebnis, das dazu einlädt, innezuhalten, zu beobachten und sich zu erinnern. Die Installation wurde schnell zu einem Anziehungspunkt für Familien, Radfahrer, Touristen und Fotoliebhaber, die den symbolischen Wert des Ortes und die Verbindung der natürlichen Umgebung mit der Geschichte von Guairá hervorhoben.
Wertschätzung des Erbes
Die große Beteiligung der Bürger war einer der Höhepunkte des Tages. Die Organisatoren betonten die Begeisterung des Publikums für ein Projekt, das die territoriale Identität stärkt. Dies zeige die starke Verbindung der Gemeinschaft zu ihrer Geschichte und ihrem kulturellen Erbe. Die Initiative ist Teil des Projekts “Ciclovía Gua’i – Camino de Hierro“ (Radweg Gua’i – Eisenweg) und wurde durch die Unterstützung des Kulturfonds des nationalen Kultursekretariats, der Gemeinde Félix Pérez Cardozo, der paraguayischen Eisenbahngesellschaft (Fepasa) und des Radsportclubs von Guairá realisiert.
Rosa Vacchetta, eine der Initiatorinnen des Projekts, unterstrich die Bedeutung solcher Räume. Der “Visor“ solle die Bürger dazu einladen, die natürliche Schönheit von Guairá zu schätzen und sich gleichzeitig wieder mit der Eisenbahnvergangenheit als fundamentalem Teil der lokalen Identität zu verbinden.
Wochenblatt / Ultima Hora















