Zweite Goldlieferung aus dem Ybytyruzú Gebirge

Paso Yobaí: Nachdem vor wenigen Monaten der erste 6,6 kg schwere Goldbarren das Land in Richtung Kanada verließ, war es Ende November wieder soweit und die zweite Fracht mit Glanz wurde abtransportiert. Diesmal wurden zwei Barren zu jeweils 5 kg Gold versendet. Zusammen haben diese einen Wert von 400.000 US-Dollar.

Da das 6.700 ha große Suchgebiet auf Konzessionsbasis an das kanadische Latin American Minerals verpachtet wird, hat das Unternehmen einerseits 2 US-Dollar jährlich pro Hektar Nutzungsgebühr zu zahlen, was 13.400 US-Dollar sind. Dazu kommt die Abgabe von 5% des versendeten Goldes. Bei der ersten Fracht (August 2012) kamen so 13.800 US-Dollar in die Staatskasse während es diesmal 20.000 US-Dollar waren. Bei voller Produktion in der Mine kann der Staat also mindestens 60.000 US-Dollar jährlich an ihrer Aktivität verdienen.

Der Konzessionsvertrag wurde schon vor neun Jahren beschlossen. Die Aktivität jedoch konnte erst dieses Jahr aufgenommen werden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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6 Kommentare zu “Zweite Goldlieferung aus dem Ybytyruzú Gebirge

  1. na, meine lieben Landsleute, versteht ihr nun, was man unter „ausbeuten eines Landes“ versteht? Vielen Dank Herrn Päßler für diesen Artikel. Zeigt er doch wer wieviel an der Ausbeutung dieses Landes verdient. Die Paraguayer bekommen nicht einmal die Krümmel von diesem dicken Kuchen ab. Aber was solls, jedes Land hat die Regierung, die es verdient und wer weiß was noch so alles in die Kassen derer fließt, die seinerzeit diese genialen Verträge geschlossen und in die Kassen derer, die nun das „Glück“ haben, daß die Aktivitäten (eine nette Umschreibung von Raubzug) erst in diesem Jahr beginnen konnten.

  2. Der alte Fuchs aus Paraguay

    Wieso macht es Paraguay nicht selber???
    Also sind ja nicht alle dumm von dem Volk, doch die die nicht dumm sind sind käuflich.

  3. Noch sind die paar Kilos Gold eher „Peanuts“, aber die Schäden, die durch die Goldgewinnung in Paraguay entstehen, werden den Staat letztendlich mehr kosten, als er jemals einzunehmen imstande ist. Auf dem „Dreck“, der übrig bleibt, wird die Bevölkerung sitzen bleiben.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/gefaehrlicher-goldabbau-ein-ehering-produziert-20-tonnen-giftmuell-a-542725.html

  4. „Mine kann der Staat also mindestens 60.000 US-Dollar jährlich“
    ähm fehlt da nicht
    noch eine 0 ?(600.000)

  5. US$ 60.000,- verdient ein Schwarzer Minenarbeiter das Jahr in einer afrikanischen Goldmine. Jedenfalls wird das mit dem Staat abgerechnet. Der Rest ist schweigen.