Eine Rechnung die vorn und hinten nicht aufgeht

Ypacaraí: Der polemischen Senator Juan Carlos Galaverna (ANR) teilte gestern der Presse, mit wie hoch seine Wahlkampfkosten waren und wer alles ihm geholfen hat, um diese Summe zu finanzieren.

Vor kurzen erklärte er der Presse, dass Horacio Cartes fast die Hälfte der Summe übernommen hätte jedoch war es ungefähr ein Drittel. Für seinen 14. Platz mit 6% der Stimmen auf der Senatorenliste und seine siebente Legislaturperiode investierte er 1,6 Millionen US-Dollar oder rund 7.200.000.000 Guaranies. Er selbst jedoch tilgte ebenso nur ein Drittel womit Víctor Bernal, Ex Präsident von Itaipú, den Rest zuschusterte. Die Frage ist nun folgende: Wieso wird die Summe von 7,2 Milliarden Guaranies investiert wenn man „legal“ nur 2.400.000.000 Guaranies verdienen kann, was etwa ein Drittel entspricht?

Daraus ist leicht abzuleiten, dass die Macht, die man als Gesetzgeber hat, zu finanziellen Vergünstigungen führen muss, damit die Restsumme von über 1 Million US-Dollar wieder rein kommt.

Ein Senator verdient rund 40 Millionen Guaranies pro Monat. Diese Summe muss mal 60 Monate multipliziert werden um auf 2,4 Milliarden Guaranies zu kommen.

(Wochenblatt)

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4 Kommentare zu “Eine Rechnung die vorn und hinten nicht aufgeht

  1. Politiker wird man nicht um durch das „karge“ Politikereinkommen reich zu werden sondern wegen des damit verbundenen einflusses und der Macht. Da sind einmal die Lobbyinteressen. Im Falle des angesprochenen Senators wird es wohl um Land und die Ausbeute von Rohmaterialien für die Tonwaren gehen, sicher aber auch das Material (z.B. Holz) für dessen Verarbeitung. Da ist es wichtig die gesetzlichen Rahmenbedingungen so zu gestalten, daß der Gewinn möglichst groß ist. Dazu zählt sicher auch der Mindestlohn und die gesetzlichen Arbeitsbedingungen in seinen arbeitsintensiven Betrieben. Sicher geht es auch um Macht, die kann besoffen machen aber auch berauschen. Sie tut dem eigenen EGO gut. Es ist eben ein Unterschied, ob man sich mit seinem Auto durch die Stadt quälen muß oder einen eine Polizeiescorte begleitet und den Weg frei macht. Vor allem aber sind da die Nebeneinnahmen, die ein solches Amt mit sich bringt. Sie liegen in alle Regel wesentlich höher als das Gehalt. Es lohnt sich also auf jeden Fall Politiker zu sein in einem scheindemokratischen System, in dem nicht einmal das Risiko der Abwahl besteht.

  2. Das ganze Geld das für Wahlen investiert wird, muss danach mit Zins und Zinseszins wieder reingeholt (geklaut) werden. Zudem müssen noch die eigenen Taschen und die aller Kollegen und der ganzen Sippe gefüllt werden.
    Aber ist es irgendwo auf der Welt anders?

  3. Und, dass dies auch offen gelebt wird, haben wir hier bei uns vor kurzem direkt und schwarz auf weiss erlebt.
    In der Nachbargemeinde wurde durch die Landesregierung ein neuer Tiefbrunnen gebohrt. Mit allem was dazu gehört.
    Die Baufirma hatte dafür 60 Mio. G$ verlangt, aber der zuständige Mann der Landesregierung hat 100 Mio. abgerechnet. Was er wohl mit den restlichen 40 Mio. gemacht hat?

  4. Das nenn ich Idealisten. Diese Politiker sind ein Vorbild für uns. Sie zahlen aus ihren Taschen noch drauf, damit sie Politik für uns machen können und diese schwere Verantwortung auf ihre Schultern laden müssen. Anstatt unseren allen Respekt zu genießen werden sie mit schlimmsten Vorwürfen konfrontiert. Es ist unsere Pflicht als Gastbürger diesen Menschen unsere Dankbarkeit zu zeigen und nicht ihren guten Ruf zu beschmutzten wie es in den obigen Postings zu lesen ist.

    Einen aufrichtigen Dank der deutschen Komune an alle Politiker die sich für diese schwere Aufgabe freiwillig zur Verfügung stellen.

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