„EU-Mercosur Pakt würde europäischen Rindfleischsektor ruinieren“, laut Produzenten

Brüssel / Asunción: Das Komitee der europäischen Landwirtschaftsorganisatoren und Kooperativen (Copa-Cogeca) gab heute bekannt, dass ein kommerzieller Pakt zwischen der Europäischen Union und den Mercosur Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) einen Kollaps im europäischen Rindfleischsektor provozieren würde.

Die Copa-Cogeca beruft sich auf eine Studie, durchgeführt in verschiedenen europäischen Staaten, dass die Befreiung der Importbeschränkung für Lateinamerika, Verluste von 25 Milliarden Euro für die Züchter hinter sich ziehen würde.

Diese Information wurde bekannt, zwei Wochen bevor sich die Repräsentanten der Europäischen Union und des Mercosur in Brüssel treffen werden, um über eine solche Vereinbarung zu verhandeln.

Bei diesem Treffen wird der Mercosur Verband eine Erhöhung der Einfuhr von Fleisch und Gemüse reklamieren. Der Mercosur ist der größte Fleischproduzent der Welt und sollte nicht aus der EU verbannt bleiben, verteidigen die Südamerikaner ihre Meinung.

„Eine Befreiung der Handelsbeschränkungen erhöht auch die Abhängigkeit von den Importen, den klimatischen Konditionen und den politischen Entscheidungen in diesen Ländern. Ein Spiel mit der Sicherheit um die nötige Menge an Produkten für die Einwohner der EU wäre das, unverantwortlich“, unterstreicht die Studie und empfiehlt weiter, keine Ausdehnung der kommerziellen Beziehungen zu den Ländern des Mercosur.

(Wochenblatt / Última Hora)

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4 Kommentare zu “„EU-Mercosur Pakt würde europäischen Rindfleischsektor ruinieren“, laut Produzenten

  1. Auch Paraguay schützt seine Produzenten vor der Konkurrenz aus anderen Ländern. Mal sind es die Bauern, die Bekleidungsindustrie oder Holzindustrie usw. die den Staat um Hilfe anrufen für Importbeschränkungen. Ergo sollte sich niemand wundern, dass auch andere Länder genauso Handeln wie Paraguay und versuchen ihre Produzenten und Arbeitsplätze zu schützen.

  2. Ich habe vor kurzem Paraguayisches Rindfleisch hier in Stuttgart verkostet, dies kommt bei weitem nicht an die Qualität des Argentinischen heran.Desweiteren war der Zuschnitt, sowie auch das Gewicht des Lomos weit unter den Argentinischen Produkten und deren Qualität.
    Ich habe 2 Jahre in Paraguay gelebt und weiß das es dort auch gutes Rindfleisch gibt,jedoch wirde diese Ware nach Argentinien verkauft, dort umetikettiert und geht als Argentinisches Produkt in die EU. Ich selbst bin Metzgermeister und habe früher sehr viel Argentinische Ware ein- und verkauft, dabei kam es oft vor das unter den Argentinischen Herkunftsetiketten, Paraguayische waren.Deshalb wird Paraguay niemals eine größere Rolle im Rindfleischexport in der EU spielen, da die Spitzenware, die ja vorhanden ist, von dubiosen Geschäftsleuten in die Nachbarländer verkauft wird.

  3. Was soll das mit den Importbeschränkungen, jeder soll das machen was er am Besten kann. In der EU wird ja sowieso fast nur Blödsinn gemacht.

  4. Ich hab gesehen wie in Argentinien das Fleisch behandelt wird vor dem Export nach Europa Es geht um Filet unter Baum. Die Stücke gehen in ein Bad man weiß nicht von was,und werden im drehen durch gebort mit vielen Spitzen.

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