10 APP Projekte gescheitert

Das Gesetz zur Öffentlich-Privaten-Allianz (APP) erlaubt der Regierung eine direkte Vergabe von Aufträgen an Privatfirmen ohne das Parlament mit einzubeziehen. Befürworter stellen die Möglichkeit einer verbesserten Infrastruktur für das Land ohne die Aufnahme weiterer Schulden heraus, Gegner sprechen vom Verschleudern des Tafelsilbers der Republik.

Die Infrastruktur-Projekte im Rahmen der APP werden vom Sekretariat für technische Planung (STP) beaufsichtigt. Die bisherige Bilanz ist allerdings ernüchternd. Von 10 Projekten gelangten bisher keines zur Umsetzung.

Noch im Januar berichteten wir über einen baldigen Start des Ausbaus der Ruta VII. Dieses Prestigeprojekt zum vierspurigen Ausbau der Verbindungsachse zwischen Asunción und Ciudad del Este wanderte inzwischen ins Archiv, da die Firma Tapé Porá, die für den Ausbau vorgesehen war, von dem Projekt Abstand genommen hat. In der Begründung ist lapidar von wirtschaftlichen und finanziellen Gründen die Rede.

Auch die Asphaltierung der Strecke San Cristóbal bis Naranjal auf der Ruta VI im Department Alto Paraná kommt nicht zu Stande. Hier erhielt das Unternehmen Benito Roggio SA den Zuschlag und sagte mit Hinweis auf eine finanzielle Nichtdurchführbarkeit ab.

Das System zur Ausgabe von elektronischen Ausweisen und Reisepässen sowie eine biometrische Identifikation für den Zivilbereich und die Kriminalistik sollten von MORPHO SA umgesetzt werden. Hier wies das STP den Vorschlag zurück, da er nicht mit den geltenden Gesetzen in Einklang zu bringen war, die Firma arbeitet aber noch an alternativen Vorschlägen.

Mit Infrapar SA war der Bau eines neuen Gefängnisses ausgehandelt, CSI Ingenieros sollte ein neues System zum Wiegen von Fahrzeugen auf den Nationalstraßen entwickeln, beide Projekte wies das STP zurück, da die Vorschläge zur Durchführung nicht mit den Anforderungen in Einklang zu bringen waren.

Die spanische Firma Isolux Corsan SA präsentierte gleich vier Projekte. Eine 500 kV Leitung von Itaipú nach Cedrales inklusive einer neuen Umspannstation in Cedrales und der Erweiterung der Umspannstation in Ayolas. Eine weitere 500 kV Leitung sollte die bestehende Kapazität von Itaipú nach Villa Hayes verdoppeln. Darüber hinaus waren noch eine Leitung für den Chaco und eine von Itakyry bis Salto del Guairá im Angebot. Alle Pläne der Spanier wurden wegen der Unvereinbarkeit mit den Bedingungen der APP zurückgewiesen.

Corsan Corvian Construcción SA wollte die Fernstraßen 1, 2, 3 und 4 jeweils auf vier Spuren ausbauen, auch dieses Vorhaben lehnte das STP ab, da die Ausschreibungsbedingungen nicht eingehalten wurden.

Quelle: Última Hora

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