1,6 Milliarden Guaranies sichern Hausarrest

Asunción: Wer Geld hat kommt auch nicht hinter Gitter. Obwohl Judith Andraschko, Ex Ministerin des Sekretariats für soziale Aktionen (SAS), zu 5 Jahren Haft hinter Gittern verurteilt wurde änderte sich schlagartig die Situation nachdem sie fast 300.000 Euro Kaution anbot. Sie und ihr verurteilter Administrator Lezcano wurden mit Hausarrest begünstigt, entschied Richter Manuel Aguirre.

Woher dieses Vermögen zur Sicherung der Freiheit stammt ist nicht sicher. Als Ministerin jedoch hat sie es nicht verdient. Vielleicht jedoch beim Ankauf von unbrauchbaren Ländereien für die Besiedlung von Armen. Wegen dieser Straftat wurde sie nämlich verurteilt. Obwohl fast 30 solcher unnützen Grundstücke vom Sekretariat angekauft wurden kam sie nur wegen dreien vor Gericht. Bei diesen lag schon der Schaden für den Staat bei einer vergleichbaren Summe wie jetzt die Kaution.

(Wochenblatt / Radio 780 AM)

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4 Kommentare zu “1,6 Milliarden Guaranies sichern Hausarrest

  1. …..die Kleinen hängt man, die Großen lässt man weiterhin laufen….auch und gerade unterm ’nuevo rumbo’……

  2. Eine altbekannte Methode in Paraguay. Auf wessen Druck das Gerichtsverfahren zustande kam ist nicht bekannt. Möglicherweise, dass eine ausländische Institution die Gelder dafür gab alles ins Rollen brachte. Daher kam das Verfahren erst ins Laufen. Schließlich muss man dem Ausland zeigen, die Justiz funktioniert in Paraguay.

    Die Frau hat weder Namen genannt, noch Mittäter ans Messer geliefert. Dafür zeigt man sich erkenntlich. In so einem Fall legt man zusammen und lässt die Kontakte zur Justiz spielen. Somit hat man einen abgeurteilten Sündenbock, der aber prinzipiell straffrei bleibt.

    Dass bereits alles im Vorfeld abgekartet war ist natürlich eine böse Verleumdung.

    Es glaubt wohl niemand im ernst, dass in Paraguay politisch einflussreiche Personen wegen Betrugsdelikten, Unterschlagungen oder Veruntreuungen hinter Gitter muss. Solange man sich entsprechend verhält bietet der Schutzschirm platz für jeden.

  3. Ich denke, dass sich die Judith Andraschko das Geld schon als Ministerin SAS und ihren zuvor ausgeübten Tätigkeiten ähm verdient hat. Es wird ihr kaum irgend jemand 300.000 Euro geschenkt haben. Aber wer weiss…

    1. eines der wichtigsten worte in der MAFIA szene heisst
      OMERTA(schweigen).glauben wirklich einige leser, dass eine politisch so unbedeutende frau wie j.andraschko so
      ohne weiteres mehrere millionen US$ unterschlagen kann?
      sie wurde von 16 beanstandeten kaeufen nur in 3 faellen angeklagt.und diese 3 reichten fuer 5 jahre gefaengnis aus.
      diese frau war nur eine „gehilfin“ bei diesen millionenschweren unterschlagungen im SAS ministerium.
      der „drahtzieher“war ohne zweifel der damalige praesident
      NICANOR DUARTE FRUTOS,daneben bestimmt personen im finanzministerium und auch parlamentarier. und diese leute haben zu einem genug geld und verfuegen ausserdem
      ueber genuegend einfluss bei der justiz, damit man diesen
      fall „regeln“kann. jede informierte person weiss doch wie viele „hausarreste“ in paraguay gehandhabt werden.
      wenig kontrolle und letztlich eine etwas beschraenkte
      freiheit.(natuerlich nur wenn genuegend geld vorhanden
      ist).