20.000 Guaranies oder das Augenlicht: Die schockierende “Maut“-Attacke wird hart bestraft

Areguá: Die Justiz hat Néstor Fabián López zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, einen Motorradfahrer mit Gummigeschossen beschossen und ihn so dauerhaft erblindet zu haben, nachdem dieser sich geweigert hatte, eine “Mautgebühr“ von 20.000 Guaranies zu zahlen.

Der Staatsanwalt der Kriminalabteilung Nr. 9 von Luque, Augusto Ledesma Blasser, konnte im Prozess nachweisen, dass López der schweren Körperverletzung schuldig ist. Das Opfer, Osvaldo Careaga Báez, leidet infolge der Tat unter einer dauerhaften Sehbehinderung.

Der Tathergang

Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 22. Oktober 2022 im Stadtviertel San Miguel in Areguá. Laut den Akten forderte López zunächst 20.000 Guaranies von dem Motorradfahrer als eine Art “Mautgebühr“ für die Durchfahrt. Als das Opfer nicht zahlte, zielte López mit einer Schrotflinte auf ihn und feuerte ohne Vorwarnung Gummigeschosse ab.

Die Projektile trafen Osvaldo Careaga Báez direkt im Gesicht, woraufhin er mit seinem Fahrzeug zu Boden stürzte. Doch damit nicht genug: Während das Opfer bereits schwer verletzt am Boden lag, trat López erneut an ihn heran und feuerte zwei weitere Schüsse in seinen Rücken.

Lebenslange Folgen

Die Schüsse verletzten beide Augen des Opfers so schwer, dass die Schäden irreversibel sind. Der Mann hat sein Augenlicht vollständig verloren und ist für den Rest seines Lebens auf Hilfe angewiesen.

Das Strafgericht von Luque folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft vollumfänglich und verhängte die Höchststrafe von zehn Jahren für schwere Körperverletzung.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

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