2030 leben 7 von 10 Einwohnern in der Stadt

Das Wirtschaftswachstum beeinflusst nicht nur die Makroindikatoren, sondern es hat auch Auswirkungen auf die Urbanisierung, viele Faktoren wirken hier ein.

Migration vom Land in die Stadt, Landflucht wird sie geläufiger genannt, wird im Laufe der Zeit ein immer stärkeres Potential, was zu neuen Herausforderungen für die politischen Entscheidungsträger führt. Durch die steigende Nachfrage in den Städten müssen mehr Dienstleistungen und in die Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Statistiken zeigen, dass derzeit 64% der Gesamtbevölkerung in Ballungsräumen angesiedelt sind, mit anderen Worten, 64 von 100 Menschen leben heute in Städten, dort sind auch die Bildungschancen und der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen höher als in ländlichen Gebieten.

Laut einem Bericht der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL), erreicht der Urbanisierungsprozess 2030 eine Rate von 70,4% der Gesamtbevölkerung in Städten, das entspricht einer Steigerung um mehr als 6% im Vergleich zu den aktuellen Daten.

Allerdings hat sich die Dynamik, mit der sich dieser Prozess entwickelt hat, in den letzten Jahren verlangsamt, erst ging man von einem Wachstum von 5,6% aus, nun sind es nur noch 2,6%.

Es gibt viele Faktoren, die eine Migration aus dem Land in die Städte auslösen, unter anderem sind es neue wirtschaftliche Chancen, die zunehmende Mechanisierung der Ackerflächen und dabei der Wegfall von Arbeitsplätzen. Dazu folgt das Streben nach einem höheren Bildungsniveau, die Bedingungen des Bildungssystems in ländlichen Regionen sind immer noch prekär, in jeder Hinsicht.

Die stetige Zunahme der städtischen Bevölkerung hat positive und negative Auswirkungen, die Letztere, wenn die Regierung keine Maßnahmen ergreift und sich dieser Herausforderung stellt.

Das große Wachstum der Städte ist ein sehr wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum und die Produktion im Allgemeinen, sie wird gestärkt, insbesondere durch eine hohe Nachfrage der Verbraucher. Dies ist förderlich für den Aufbau der Industriezweige.

Allerdings, wenn diese prognostizierte Situation nicht auf fundamentalen Pfeilern steht, kommt es zu unerwünschten Nebeneffekten. Eine höhere Nachfrage der Menschen nach begrenzten Ressourcen wie grundlegenden Dienstleistungen im Bereich der Bildung, Wohnen, Gesundheit und Lebensmittelversorgung kann zum Kollaps führen.

Hinzu kommt, dass auch andere Bedürfnisse der städtischen Bewohner, wie Wasser, Kanalisation und Strom angepasst werden müssen.

Der rasche Bau von Häusern führt auch dazu, dass sogenannte Armutsgürtel um die Städte gebildet werden, wie zum Beispiel in Asunción, dies führt wiederum zu einer schlechten Gesundheitsversorgung, hoher Arbeitslosigkeit und steigender Kriminalitätsrate.

Paraguay liegt in der Statistik an letzter Stelle, bezüglich des Problems der Landflucht, dies, wird nach den Prognosen der ELAC, auch im Jahr 2030 so sein.

Quelle: 5días

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