27 Skelettreste aus der Stroessner Diktatur

Der Koordinator für das Amt von verschwundenen Personen sowie dessen Identifizierung, Rogelio Goiburu, übergab 27 Fragmente von Skelettresten an die staatlichen Behörden.

Sie wurden an 22 unterschiedlichen Stellen in Paraguay gefunden und sollen aus der Zeit von Alfredo Stroessner stammen. Goiburu fügte weiter an, es wären genetische Untersuchungen vorgenommen worden, die DNA der Skelettreste sei bekannt. Nun müsse festgestellt werden wer die Verwandten seien, so könnten diese identifiziert werden. „Dies ist die größte Anzahl von Knochenfragmenten und die Ergebnisse sind entscheidend. Wir wissen, dass in unserem Land zahlreiche Verschleppungen stattgefunden haben. Diese geschahen während des 35 Jahre andauernden Staatsterrorismus. Solche abscheulichen Taten dürfen nicht mehr passieren“, sagte Goiburu gegenüber dem Radiosender 970 AM.

Goiburu erklärte weiter, dass zwar mittlerweile Blutproben von 150 Familien genommen worden wären. Diese stammen aus der paraguayischen Bevölkerung, die zwar das genetische Profil hätten, aber es müssten noch weitere Details geklärt werden.

Der Hauptgrund, warum diese Vorfälle noch nicht weiter untersucht würden, sei die Angst einiger Familien. Goiburu betonte, diese möglichen Familienangehörigen würden nicht an die Gerechtigkeit des paraguayischen Staates glauben. Aber, laut seiner Aussage, hätte der Staat die Verantwortung übernommen, alle Verbrechen in der Diktatur Zeit aufzuarbeiten. Die Ressourcen dafür stehen zur Verfügung. In Kürze sollen weitere forensische Untersuchungen an den Skelettteilen erfolgen.

Quelle: Hoy.com.py

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3 Kommentare zu “27 Skelettreste aus der Stroessner Diktatur

  1. jeder Knochenfund ist mit stroessner in Verbindung zu bringen, hier verschwinden so viele leute taeglich und das nicht erst seit 10 jahren

  2. Wer weiss, wie z.B. im Tripel-Allianz-Krieg Brasilianer und Argeninier im Lande getobt haben, der wird auch verstehen, daß eine grosse Anzahl dieser gefundenen Knochen auch noch aus der Zeit dieses Krieges stammen müßte. Immerhin wurden in dieser Zeit schätzungsweise 500.000 Paraguayer umgebracht, und fast alle waren Männer, deshalb gab es ja auch nach diesem fürchterlichen Krieg in Paraguay drei Mal so viele Frauen als Männer. Aufgrund der riesigen Anzahl der Kriegsopfer in diesem Tripel-Allianz-Krieg ist es schon möglich, dass diese Leichen notdürfitig und an vielen Stellen des Landes verscharrt wurden, und deshalb ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß man, wenn man schon menschliche Knochen irgendwo ausgräbt, der allergrösste Teil davon aus der Zeit von 1864-1870 stammen muß. Aber man macht es sich natürlich sehr einfach. Wird ein Knochen irgendwo gefunden, dann wird dieser natürlich gleich mit Gral .Alfredo Stroessner in Verbindung gebracht. als ob vor 1954 in Paraguay noch nie jemand gestorben wäre.

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