Asunción: Ein im Abgeordnetenhaus vorgelegter Gesetzentwurf sieht eine außerordentliche Beschäftigungsmöglichkeit für die Mitarbeiter von COPACO S.A. vor, und zwar durch einen Mechanismus, der ihre Versetzung in andere öffentliche Einrichtungen ermöglicht, die technisches oder Verwaltungspersonal benötigen.
Die Initiative wurde vom Abgeordneten José Rodríguez, Vertreter der Hauptstadt für die ANR, vorangetrieben und zielt darauf ab, eine soziale und finanzielle Situation zu lösen, mit der das staatliche Unternehmen seit mehreren Jahren zu kämpfen hat.
Der Vorschlag sieht ausnahmsweise die berufliche Mobilität der aktiven Mitarbeiter von Copaco zu staatlichen Stellen vor, die Interesse an der Einstellung dieser Humanressourcen bekunden, ohne dass dies neue Einnahmen für den öffentlichen Dienst bedeutet. Das vorgeschlagene Modell zielt darauf ab, den Transferprozess durch ein spezifisches, begrenztes und durch ein Sondergesetz geschütztes Verfahren zu regeln, um willkürliche oder improvisierte Auslegungen zu vermeiden.
Hintergrund dieses Vorschlages ist es die Angestellten, die zu 90% Familienangehörige von Politikern sind, in Positionen zu bringen, wo die Löhne wieder regelmäßig gezahlt werden und die Angst vor dem Jobverlust kein Thema mehr ist.
In der Begründung betont der Gesetzgeber, dass die Initiative eine starke soziale Komponente hat, da sie die Situation von mehr als dreitausend Arbeitnehmern berücksichtigt, die für den Lebensunterhalt ihrer Familien auf das Unternehmen angewiesen sind. In diesem Zusammenhang argumentiert er, dass der Kongress sich einer Realität, die strukturelle Managementprobleme mit direkten Auswirkungen auf die Arbeitsrechte verbindet, nicht verschließen kann.
Der Entwurf betont auch die Notwendigkeit, das mit staatlichen Mitteln ausgebildete Humankapital effizienter zu nutzen. Wie argumentiert wird, verfügen viele Mitarbeiter von Copaco über Erfahrungen und Qualifikationen, die in anderen öffentlichen Einrichtungen, die derzeit mit einem Mangel an Fachpersonal zu kämpfen haben, von Nutzen sein könnten, ohne dass dies zu einer Erhöhung der öffentlichen Ausgaben führen würde.
Ein weiterer zentraler Punkt der Initiative ist die Wahrung der Arbeitsrechte der versetzten Arbeitnehmer. Der Text sieht vor, dass die Betriebszugehörigkeit, die Sozialversicherungsbeiträge und die Rechtssicherheit der Beamten erhalten bleiben müssen, damit die Versetzung nicht zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen oder zu einer größeren Prekarisierung führt.
Der Vorschlag kommt in einer für Copaco kritischen Situation, da das Unternehmen mit Schulden in Höhe von rund 110 Millionen Dollar eine finanzielle Belastung trägt, die seine operative Leistungsfähigkeit erheblich einschränkt. Diese Situation beeinträchtigt nicht nur die Möglichkeiten für Investitionen und Modernisierungen, sondern auch die regelmäßige Zahlung von Löhnen und Sozialleistungen, was die Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens noch verstärkt.
Der Gesetzentwurf wurde zur Prüfung und Analyse an die beratenden Ausschüsse weitergeleitet. Seine eventuelle Verabschiedung würde ein neues Kapitel in der Diskussion über die Zukunft von Copaco und die Rolle des Staates gegenüber öffentlichen Unternehmen in der Krise aufschlagen, in einem Szenario, in dem finanzielle Nachhaltigkeit und Beschäftigungsschutz Ziele sind, die nicht immer ohne Spannungen miteinander vereinbar sind.
Wochenblatt / El Nacional













