58 % der Bevölkerung sind zu fett

Asunción: Das Gesundheitsministerium hat wieder einmal eine Kampagne gegen Fettleibigkeit gestartet, mit dem Ziel, das Bewusstsein und Wissen über dieses Problem zu erhöhen sowie gleichzeitig Maßnahmen zur Prävention und Förderung einer gesunden Lebensweise in der Bevölkerung zu fördern.

Es handelt sich um eine chronische Erkrankung und stellt gleichzeitig einen Risikofaktor für die Entstehung anderer Krankheiten dar, wie unter anderem Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, bestimmte Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angstzustände. Es tritt fortschreitend auf, wenn eine Person eine übermäßige Menge an Körperfett ansammelt, die gesundheitsschädlich sein kann.

Daten in Paraguay

Im Land sind 58 % der erwachsenen Bevölkerung und 34,6 % der Schulkinder sowie Jugendlichen von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Mit anderen Worten, 6 von 10 Erwachsenen sind übergewichtig und 1 von 3 Kindern sowie Jugendlichen haben diesen Gesundheitszustand, laut den Daten des Gesundheitsministeriums. Leider sind jährlich rund 2.600 Todesfälle auf Fettleibigkeit zurückzuführen.

Angesichts dieses Szenarios fordert die Direktion zur Überwachung nichtübertragbarer Krankheiten die Bevölkerung auf, ihre Gewohnheiten zu verbessern, um Übergewicht sowie Adipositas vorzubeugen und damit verbundene Komplikationen zu vermeiden. Lasst uns Gewohnheiten ändern für eine gesunde Zukunft, lautet das nationale Motto.

Die Fachleute gaben an, dass das Gesundheitsministerium 17 Kliniken für das umfassende Management von Fettleibigkeit hat, die sich in verschiedenen Regionen des Landes befinden. Vier davon dienen ausschließlich der Kinder- und Jugendbetreuung.

Sie erklärten, dass der Zweck dieser Kliniken darin besteht, dem Patienten eine umfassende Behandlung unter der Bewertung von Medizinern, Ernährungswissenschaftlern und Psychologen zu bieten. Die Experten geben Ratschläge und eine Anleitung zu körperlicher Aktivität, die insgesamt dazu beitragen, ein gesundes Gewicht zu erreichen. Es sollte daran erinnert werden, dass die Konsultation in jedem dieser Zentren völlig kostenlos ist.

Übergewicht und Fettleibigkeit vorbeugen

Sie wiesen darauf hin, dass ein gesunder Lebensstil unerlässlich ist, dafür ist es wichtig, einige Gewohnheiten zu ändern und an ihnen festzuhalten.

Sie empfehlen den Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag in verschiedenen Farben wann immer möglich, in ihrer rohen Form, um die Nährstoffe besser zu nutzen. Sie betonten, wie wichtig es ist, 8 bis 10 Gläser Wasser pro Tag zu trinken. Eine Option für diejenigen, denen es schwerfällt, dieser Empfehlung nachzukommen, besteht darin, das Wasser auf natürliche Weise mit Fruchtscheiben zu aromatisieren.

Sie drängen darauf, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken wie Erfrischungsgetränken, Säften und Energy-Drinks zu reduzieren, zusätzlich zu mindestens 60 Minuten moderater körperlicher Aktivität kontinuierlich oder aufgeteilt in 6 Übungen von 10 Minuten pro Tag. Jede Bewegung zählt, so die Experten weiter. Sie betonten auch die Tatsache, dass die Zeit vor Bildschirmen (Fernseher, Computer, Handys, Tablets, Videospiele) begrenzt sein soll.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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7 Kommentare zu “58 % der Bevölkerung sind zu fett

  1. Rama Lama Ding Dong (c)(r)(tm) by @Onkel Nick

    58% ist aber recht niedrig geschätzt von den Dotores vom hiesig Mysterium für Gesundheit.
    Okay, jedes Kind bekommt zum Geburi ein Stück Torte. Hierzulande wird während des Schulunterrichts der Geburi sämtlicher Kommilitonen und des Lehrers gefeiert, also ca. 20 bis 30 Stückchen Torte pro Jahr. Dann kommen noch die Stückchen Torte der Familienfeste der 13 Geschwister, 13 Tios/Tias, 182 Primos und sonstig Amigos dazu. Zur Abwechslung gibt es täglich Keckse und Zuckerbrühe als Recreo (Pausenbrot) und an den Schulkantinen Müsli und Käsebrote in Form von Amburguesas, Snitzelbrote und heißem Hund (Hot Dog). Das mögens in Junden Jahren noch alles mit Schlankheit überstehen, spätestens mit 13 gehens auf wie ein Küchchen, da hierzulande alles Feine und Gesunde für die Kinder aus Zucker und Fett (frittiert) besteht. Ab 13 folgt dann die Fortsetzung davon.

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    1. Ja, dem ist nicht viel hinzuzufügen.
      Besonders die Mädchen gehen hierzulande nach der Pubertät auf wie Hefeklößchen.
      Jungen bewegen sich ja meistens noch beim Fußball. Aber die Mädchen bewegen sich so gut wie gar nicht mehr.
      Und je mehr Indiogene, desto größer der Körperfettanteil.
      Schlanke Frauen in den 40ern gibt es so gut wie keine mehr.
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      Aber es ist ja auch eine typische Lateinermode. Die dicke Hintern bevorzugen und anstatt Sambe zu tanzen, wird nur noch getwerkt, also die runzligen Celluliteärsche schwabbeln lassen. Am besten sich noch aufs Gesicht setzen lassen.
      Was ist das für eine abartige und unästhetische Jugendkultur?
      .
      Was waren das früher doch für schöne Jugendkulturen? Der Rock’n’Roll, Petticoats, knielange Röcke, tanzen. Die Mädchen waren schlank. Oder in den 80ern, schön frisiert, Aerobic-Körperkult, Popperkultur. Damals gab es die beste Musik, die es je gab. melodisch und vom Thema von Romantisch bis politisch-kritisch war alles dabei. Russians, ein Song von Sting, heute von Sinn her aktueller denn jeh. Darüber konnte man noch nachdenken, sich damit identifizieren.
      Und heute? Dicke runzlige Schwabbelärsche und Gangsterkultur. Monotone Rap-Sprechgesänge, die von Gewalt und Drogen handeln..
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      Und von welcher Ethnie (Rasse darf man ja ncht sagen) rührt das her?

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      1. Ich denke es ist mehr eine Frage der sozialen Herkunft/Umfeld/Struktur. Ist in Europa ja nicht anders. Die Kinder von der “sozial benachteiligten Schicht” bekommen ein paar Euro Mittags für die Pommes Bude, während die Mutter mit Chips und Bier Vera am Mittag guckt und der Vater malochen ist.
        Ex-Bekannte aus Asu hatte bei 168cm 52kg auf den Rippen. Wäre vielen vielleicht zu schlank, ich fands super. Allerdings haben sich mit Mitte 20 auch schon ganz leichte Bindegewebsschwächen an den Brüsten gezeigt, am Hintern nicht, der war perfekt, aber sie hat selten BH getragen. Hat sich gesund ernährt, bis auf Alk und kiffen und das sonntägliche Grillfest bei der (recht kleinen, nur einen Bruder mit Frau) Familie, aber außer mal ab und zu Volleyball selten Sport gemacht. Im Freundeskreis (50/50 PY/DE) eigentlich auch niemand fett und das reichte von Teenies bis 60 Jahre.
        Die Fotos hier finde ich erschreckend. Ich denke ab einem Zeitpunkt ist der Teufelskreis da. Der Frust wird durch noch mehr Essen und Trinken, noch weniger Bewegung bestimmt. Zugegebener Maßen auch durch den Stoffwechsel im höheren Alter aber da darf man nicht resignieren und muss halt mehr an sich arbeiten.

  2. Ich gebe den Vorschreibern absolut recht, möchte aber noch hinzufügen:
    Warum sind z.B. die ärmeren Bevölkerungsschichten, auch in Europa, hier vor Allem Deutschland genannt, meist übergewichtig?
    Nudeln und Chips sind halt mal viel billiger als eine bewusste Ernährung. Es beliebt gar nichts anderes übrig, als sich massig Kohlenhydrate reinzuschaufeln.

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    1. Danke, genau das dachte ich mir auch, als ich den Artikel gelesen habe; und direkt den anderen Artikel nebendran habe, dass alles wieder teurer wird. Ernährungsberater hier haben auch einen knall. Mein Mann musste aufgrund seiner Nierensteine zur Ernährungsberatung. Er ist nicht übergewichtig, hat aber viel Muskelmasse. Was für einen Essensplan er jedoch bekommen hat… Drei warme Mahlzeiten am Tag, was natürlich alles unterschiedliche Mahlzeiten sind und nur einmal im Wochenplan standen. Jeden Tag verschiedene Fleischarten, zweimal die Woche Fisch, aber trotzdem noch Omega 3 als Nahrungsergänzungsmittel. Zwei kalte Mahlzeiten, die aus Früchten wie Cranberries und Nüssen wie Mandeln und Cashew bestehen, die man hier ja soooo billig bekommt. Ich bin dann auch mal hin. Die wussten, dass wir zusammen leben und wir bekommen beide komplett unterschiedliche Pläne. Ist verständlich, sind ja auch unterschiedliche Menschen, aber … hallo? Wer, aus der unteren Schicht, kann sich das bitte leisten? Sei es vom Geld oder vom Aufwand her. Das geht einfach nicht.
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      58% sind übergewichtig oder adipositös, und ich kann mir richtig gut vorstellen, dass die restlichen 42% aus folgenden Leuten bestehen:
      2% welche wirklich auf ihre Gesundheit achten und dafür auf andere Dinge verzichten
      5% der Reichen, die sich gesunde Ernährung und den ganz ins Fitnessstudio zeitlich und finanziell locker leisten können und sich auch dafür interessieren
      14% mit einer Essstörung wie Anorexia, Bulimie oder Orthorexia (laut einer staatlichen Studie von 2021 haben 13,6% der Menschen in Paraguay eine Essstörung)
      21% die gar nicht die finanziellen Mittel haben regelmäßig zu essen und eher schon untergewichtig sind (Angaben der Armutsrate von La Nación dieses Jahr)

      1. Nierensteine bekommst du aber fast nicht wenn du genug trinkst 3-4 Liter sollten es sein (außer Koffein und Alk die zählen nicht) Ernährungsberater nennen sie sich wenn sie ein 2 wöchiges Seminar belegt haben. Nahrungsergänzung ist überflüssig wenn man “gesund” isst. D.h. Obst, Gemüse, Fisch, mageres Fleisch. Unsere Gene stehen leider noch auf “Neandertaler” wo man jagen musste um zu überleben und im Hirn steht noch immer das Sammeln von Reserven im Vordergrund. Habe mal 6 Monate nur “gesund” gegessen, auf Knabberzeug und Alk verzichtet, viel Joggen gewesen nur um einen Sixpack zu bekommen. Nach 2 Wochen Faulenzen in einem All-In Hotel war ich wieder bei Null. Ab 30 baut der Stoffwechsel ab, da kannste nichts machen. Habe auch ein wenig Ahnung von Fitness und Ernährung um die 25 Jahre, was du letztendlich umsetzt entscheidest nur du. Ich Liebe Pizza, Pasta kann ich mir aber nicht immer leisten aber liebe auch Fisch und Salat. Fleisch esse ich äußerst selten, fast nie. Okay da wäre ich ich in PY sicher die riesen Ausnahme…

    2. Völlig richtig! Und wenn ich eh faul bin habe ich wenig Lust gesund einzukaufen, dann kaufe ich billig Kohlehydrate machen ja auch satt genau wie Zucker im ersten Moment fit, gucke noch ein bisschen TV, dann ist der Insulinspiegel wieder im Keller und bin letztendlich zu faul mich zu bewegen. Das ich in Entwicklungsländern nichts dafür kann ist ja logisch, aber gerade Europäer predigen, wissen es besser und setzen es nicht um.
      Es ist wirklich oft eine Frage der “sozialen Schicht” (ich hasse das Wort). Was ich den Kids vorlebe das machen sie auch und wenden es später an. Leider geht die Denkweise nicht mit der Zeit und man meint den Kids in Jahren immer noch was beibringen zu können obwohl sie längst erwachsen sind.
      Die einzige Frau mit einer Teenie Tochter die ich aktuell kenne die alles 2x täglich frisch kocht auch aus eigenem Anbau, ist eine Thai und macht auch noch Sport.
      Ich liebe auch Pizza, Pasta, Rotwein, nicht täglich aber kompensiere weitestgehend das mit Sport.

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