6,706 Kilometer gegen die Uhr: Die globale Ultralauf-Elite im Fokus der paraguayischen Tourismusstrategie

San Bernardino: Paraguay baut seine Position als Austragungsort für internationale Sportveranstaltungen weiter aus. Mit der fünften Ausgabe des “Ulala Backyard Ultra Paraguay“, die am 15. und 16. August im Club El Cortijo in San Bernardino stattfindet, steht ein prestigeträchtiges Event bevor.

Der Wettkampf gilt als eine der härtesten Ultradistanz-Prüfungen überhaupt, gehört zur offiziellen Backyard-Ultra-Welttournee und bringt neben paraguayischen Läufern auch Athleten aus Argentinien, Brasilien und Uruguay zusammen.

Das Wachstum dieser Disziplin hat es Paraguay ermöglicht, sich von einem Neuling in dieser Sportart zu einer regionalen Referenz im internationalen Zirkel zu entwickeln, wie die Event-Koordinatorin Patricia Ascarza erklärte.

Ein Wettkampf mit weltweiter Ausstrahlung

Die Koordinatorin erklärte das Prinzip des Rennens: Die Teilnehmer müssen jede Stunde einen Rundkurs von 6,706 Kilometern absolvieren und innerhalb des Zeitlimits zur Startlinie zurückkehren, um die nächste Runde zu beginnen. Der Wettkampf wird so lange fortgesetzt, bis nur noch ein einziger Läufer im Rennen ist.

Die Ausgabe 2026 hat einen besonderen Stellenwert, da sie als Qualifikationstermin für die paraguayische Nationalmannschaft dient. Diese wird das Land bei der Mannschaftsweltmeisterschaft im Oktober vertreten, an der Athleten aus 86 Ländern teilnehmen.

Zudem ist die Veranstaltung mit einem sogenannten “Silver Ticket“ ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein internationales Zertifikat für Rennen, die besonders anspruchsvolle Organisations- und Wettbewerbsstandards innerhalb der offiziellen Tour erfüllen. Diese Auszeichnung ermöglicht dem Gewinner den direkten Einzug in das Auswahlverfahren des Nationalteams für den weltweiten WM-Zyklus, was das sportliche Niveau hebt und Spezialisten der Disziplin anlockt.

Die wirtschaftliche Kraft hinter der sportlichen Herausforderung

„Die Durchführung der Veranstaltung setzt eine Kette von Aktivitäten in Gang, die weit über den rein sportlichen Bereich hinausgeht“, betonte Ascarza. Sie erklärte, dass mit der Ankunft internationaler Läufer auch Betreuer, Familienangehörige, Support-Teams und Personen aus dem Trainingsumfeld der Athleten anreisen.

Diese Dynamik bietet große Chancen für Sektoren wie das Hotel- und Gastgewerbe, die Gastronomie, den Transportsektor, Tankstellen, Geschäfte, Supermärkte und Sportläden in San Bernardino und den umliegenden Regionen. Das Event gliedert sich perfekt in das Segment des Sporttourismus ein – eine Sparte, die darauf abzielt, Reiseziele durch Erlebnisse im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität zu vermarkten.

Wochenblatt / La Nación

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