Asunción: Der Fortschritt der Aquakultur in Paraguay festigt sich durch den Einsatz von Technologie, technischer Ausbildung und internationaler Zusammenarbeit – insbesondere durch die gemeinsame Arbeit zwischen Paraguay und Taiwan.
In diesem Zusammenhang zielt das vom Taiwan ICDF geförderte Projekt zur kommerziellen Surubi (Wels)-Produktion darauf ab, die nachhaltige Fischzucht zu stärken und neue wirtschaftliche Chancen für ländliche Erzeuger zu schaffen.
Der Projektleiter, Tsan Ping Wang, erklärte, dass die Kooperation bereits seit über 15 Jahren die Entwicklung der Fischzucht in Paraguay begleitet. Zu Beginn lag der Fokus auf schnell anpassungsfähigen Arten wie Tilapia und Pacú. „Anfangs wussten nur wenige über Aquakultur Bescheid, aber heute ist das Interesse groß und immer mehr Produzenten schließen sich an“, betonte er. Die nationale Produktion stieg von etwa 5.000 Tonnen auf rund 20.000 Tonnen jährlich, was das stetige Wachstum des Sektors widerspiegelt.
Ein Pfeiler des Projekts ist der Technologietransfer in den Zucht- und Mastzentren. Laut Wang wurden automatisierte Produktionssysteme eingeführt, die den Stress der Fische reduzieren und die Effizienz steigern. „Wir setzen Technologie ein, um mehr Jungfische zu produzieren, ohne die Elterntiere zu beeinträchtigen“, sagte er. Als nächsten Schritt kündigte er die Integration von Künstlicher Intelligenz an, um Wasserqualität, Sauerstoffgehalt, Wachstum und Fütterung in den Teichen zu überwachen.
Der Experte hob hervor, dass Paraguay wichtige Wettbewerbsvorteile für die Aquakultur besitzt, wie die Verfügbarkeit von Wasser und Rohstoffen für Futtermittel. Aktuell liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch in Paraguay bei etwa 7 Kilogramm pro Jahr – noch weit unter dem Weltdurchschnitt von über 20 Kilogramm. „Wenn wir die Produktion verbessern und die Kosten senken, kann das Land den Konsum deutlich steigern und auch über Exporte nachdenken“, so Wang.
Abschließend erklärte Wang, dass das Projekt das Ziel verfolgt, die nationale Produktion in den kommenden Jahren durch stärkere Technisierung und Ausbildung auf 60.000 Tonnen zu verdreifachen. „Wir wollen weiterhin mit Paraguay zusammenarbeiten, damit die Fischzucht eine rentable und nachhaltige Alternative für die Produzenten wird“, schloss er.
Wochenblatt / Megacadena















