Asunción: Im Rahmen des Jugendtages am 21. September hat das Nationale Institut für Statistik (INE) die Ergebnisse der kontinuierlichen Haushaltsbefragung (EPHC 2025) veröffentlicht. Demnach machen junge Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren 24,7 % der Gesamtbevölkerung aus. Die Daten zeichnen ein detailliertes Bild zur Arbeitsmarktbeteiligung, Bildung, sozialen Absicherung und regionalen Disparitäten im Land.
Arbeitsmarkt, Bildung und soziale Absicherung
Die Erhebung verdeutlicht eine hohe Erwerbsquote bei der jungen Generation, offenbart jedoch gleichzeitig strukturelle Schwächen bei der sozialen Absicherung:
-Erwerbstätigkeit & Einkommen: Drei von fünf jungen Menschen gehen einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach. Das durchschnittliche Monatseinkommen der Erwerbstätigen liegt bei etwa 2.605.000 Guaranies. Unter den 621.462 erwerbstätigen Lohnempfängern zahlt knapp mehr als einer von dreien in eine Rentenkasse ein; 36.344 junge Menschen sind aufgrund zu geringer Arbeitszeit unterbeschäftigt.
-Bildungsbeteiligung: Etwas mehr als die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen besucht eine Bildungseinrichtung. In städtischen Gebieten liegt die Schul- und Hochschulbesuchsquote bei 54,7 %, während sie im ländlichen Raum auf 46,7 % sinkt.
-Krankenversicherung: Nur ein Mensch von vier jungen Personen verfügt über eine Krankenversicherung. Die Abdeckung variiert stark nach Regionen: Während Asunción mit 45 % die höchste Quote aufweist (gefolgt von Presidente Hayes mit 35 % und Central mit 34,2 %), fällt die medizinische Absicherung in ländlich geprägten Departements wie Caazapá (10,4 %), Canindeyú (12 %) und San Pedro (12,2 %) drastisch ab.
Demografie, Beziehungsstatus und Lebensverhältnisse
Die junge Bevölkerung verteilt sich nahezu gleichmäßig auf die Geschlechter (773.239 Männer und 752.616 Frauen) und gliedert sich altersmäßig in drei gleich große Blöcke (15–19 Jahre: 501.903; 20–24 Jahre: 515.034; 25–29 Jahre: 508.918). Der Großteil lebt in Städten (rund 1,13 Millionen), während rund 397.000 auf dem Land ansässig sind. Sieben von zehn jungen Menschen sind ledig.
Digitale Kluft und regionale Armut
-Internetzugang: Nahezu drei von vier Haushalten mit jungen Menschen haben Zugang zum Internet. In städtischen Gebieten wie Asunción (91,4 %), Alto Paraná (87 %) und Central (86,4 %) ist der Zugang weit verbreitet. Im ländlichen Raum sinkt der Anteil auf etwas mehr als zwei von fünf Haushalten (z. B. Paraguarí mit 45 % und Caazapá mit 46,1 %).
-Monetäre Armut: Bei der finanziellen Armut zeigen sich deutliche regionale Gefälle. In Caazapá sind drei von zehn jungen Menschen von Armut betroffen, gefolgt von Concepción (26,5 %), Guairá (24,7 %) und Paraguarí (24,5 %). Im Gegensatz dazu liegt die Armutsquote in der Hauptstadtregion Central bei 8,3 % und in Asunción bei 5,5 %.
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