Licht am Ende des Tunnels

Miami: Ein positiver Covid-19 Test bei Juan Ángel Napout scheint Wasser auf die Mühle zu spülen. Sein Verteidiger möchte den wegen Verschwörung, Betrug und Geldwäsche Verurteilten nach Paraguay überführen lassen.

Sein Anwalt in Paraguay, José González Macchi, möchte Napout, der seit rund 5 Jahren in den USA einsitzt, nach Paraguay überstellen lassen, was wegen der interamerikanischen Übereinkunft von Überführungen von Verurteilten im Ausland möglich sein soll. In den USA wurde dies schon beantragt, jetzt wiederholt sich der Vorgang in Paraguay, wo er seine Reststrafe in einem Gefängnis absitzen soll. Dass dabei bestenfalls Hausarrest rauskommt, braucht man hierbei nicht erklären. Juan Ángel Napout stehen normalerweise 4 weitere Jahre Haft zu. Da er wegen Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck zur Risikogruppe gehört, bat sein Anwalt schon vor dem positiven Test um eine Entlassung oder Verlegung nach Paraguay.

Zu Beginn der Pandemie überlegte man in Paraguay, ob man die Gefängnisse leert, damit sich Insassen nicht infizieren und sterben. Bisher kam es nicht dazu. Die Einzigen, die bisher vom Covid-19 profitierten, waren Camilo Soares, dem eine Haft aus diesem Grund vorerst erspart bleibt und Juan Ángel Napout, der sich höchstwahrscheinlich auf einen Rückflug nach Paraguay freuen darf.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Licht am Ende des Tunnels

  1. 5 Jahre ist er schon im Knast? Gefühlt ist das erst 2 Jahre her, als er verhaftet wurde.
    Bitte die Haftstrafe verlängern, er kriegt doch in Paraguay bestimmt nochmal ein tolles Pöstchen. Wäre ja auch ein Witz, wenn er dank Corona die Freiheit erlangt. Laut unseren Politikern ist doch Corona das Schlimmste auf der Welt.

  2. „(…) ob man die Gefängnisse leert, damit sich Insassen nicht infizieren und sterben.“
    Charmanter Gedankengang … man entlässt die Killer.
    So könnte man dem Begriff „Killervirus“ tatsächlich noch zur Bedeutung verhelfen.