Analphabetismus und diejenigen, die nicht verstehen, was sie lesen, nimmt zu

Asunción: Der Analphabetismus in Paraguay nimmt zu, aber auch diejenigen, die zwar lesen können, verstehen nicht, was sie eigentlich lesen.

Die Forscherin María Inés Flecha von dem Verband für Bildungsüberwachung wies auf den besorgniserregenden Trend des Wachstums der Analphabeten im Land hin.

„Ich habe Analphabeten untersucht, Erwachsene, die zum ersten Mal eine Alphabetisierungsphase beginnen. Analphabetismus ist eng mit Armut und Marginalisierung verbunden. Es gibt immer noch viele Menschen, die weder lesen noch schreiben können“, erklärte Flecha.

Sie erklärte, dass in ländlichen Gebieten das Problem aufgrund der vorherrschenden Kultur zunehme, Bildung nicht zu priorisieren, um ihre soziale Situation zu verbessern, zusätzlich zu Infrastrukturproblemen.

„Die Leute sind arm, wollen aber heute lesen und schreiben lernen. Sie können jedoch nicht auf viele Prozesse zugreifen und sich nicht als Bürger entwickeln“, sagte Flecha.

Sie fügte hinzu, dass der wachsende Trend des Analphabetismus in Paraguay auch der Direktion für Umfragen, Statistiken und Volkszählungen bekannt sei.

Flecha sagte, dass nicht nur der Analphabetismus Sorgen bereite, sondern auch funktionaler Analphabetismus, das heißt Menschen, die lesen können, aber nicht verstehen, was sie lesen. Dieses Phänomen werde noch verstärkt, wenn man berücksichtigt, dass es junge Menschen betreffe, fügte sie hinzu.

„Zwischen 7 und 8 von 10 Schülern liegen unter dem Mindestniveau an Kenntnissen in Mathematik, Spanisch und Guaraní“, erklärte Flecha abschließend.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / ABC Color

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3 Kommentare zu “Analphabetismus und diejenigen, die nicht verstehen, was sie lesen, nimmt zu

  1. DerEulenspiegel

    Bildung hat in Paraguay keine Prioritäten! Es genügt doch völlig, wenn eine „Handvoll Reicher & Mächtiger“ sich die beste Bildung neben der Einbildung leisten können und den Wohlstand unter sich bzw. im Kreise herum, verteilen können.

  2. Das ist das, was in Europa auch die neue Normalität wird. Also kein Grund zur Sorge, alle verbloeden gleichmäßig, ausser dem auserwählten Volk

  3. Vielleicht wäre es besser, sich darauf zu konzentrieren, EINE Sprache zu lernen. Und die richtig!
    Und die Begabteren wählen sich später eine weitere Sprache dazu.
    Funktionaler Analphabetismus ist weltweit verbreitet und wird von den Herrschenden goutiert.
    Es reicht, wenn die Beherrschten ihren Namen unter Verträge setzen können, die sie weder lesen noch verstehen können.