Dilettanten am Drücker

Asunción: Hoffentlich ist der Verantwortliche für den Twitter Account des paraguayischen Innenministeriums nicht ein hochdekoriertes Aushängeschild für qualitativ hochwertige Arbeit. Einen solchen Fehler darf man sich einfach nicht leisten.

Kurz nachdem der Arbeiter von Óscar Denis, Adelio Mendoza freigelassen wurde, hatte auch das Innenministerium die Pflicht alle darüber zu informieren. Doch was es tat war erbärmlich. Es kündigte die Freilassung von Edelio Morínigo an, der vor über 6 Jahren entführt und bisher nicht freigelassen wurde. Als man den Fehler bemerkte, etwa 4 Minuten später, änderte man den Namen in Adelio Morinigo, wo immer noch der Nachname unpassend ist. Da auch hier sich ein Fehler eingeschlichen hatte, wechselte man nun auf Edelio Mendoza, wo zwar der Nachname richtig war aber nun der Vorname passte. Erst im vierten Anlauf kam man ins Ziel und verkündete die Freilassung von Adelio Mendoza, nachdem andere Konstellationen nicht mehr möglich waren. Noch bevor die Verantwortlichen die älteren Posts löschen konnten, hatten Nutzer schon Screenshots gemacht. Welchen Scham ihr Chef, Innenminister Euclides Acevedo, dabei verspürt haben mag, kann man sich wirklich gut vorstellen.

Wochenblatt / Twitter

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5 Kommentare zu “Dilettanten am Drücker

  1. Es ist wirklich ein großes Übel in Paraguay, daß es nur sehr wenige wirklich gute und verantwortungsvolle Leute gibt. Hier hat eher das dumme Sprüche klopfen Trumpf, die Besserwisserei, die absolute Ignoranz einer Unterform von Dummheit und das ewige blöde Gerede von Ehre und Vertrauen entgegen bringen. Doch Ehre und Vertrauen muß man sich erst einmal verdienen!

  2. Dort schämt sich niemand, derartige Gefühle sind Politik Marionetten und deren Amigos fremd. Im übrigen kann es durchaus an der autocorrectur liegen, daß das Programm schreibt was wahrscheinlich ist und nicht was eingetippt oder aufgesprochen wird

  3. Heinz, das liegt nicht an der Autokorrektur, die Korrektur ändert vieles, aber keine Namen. Aber so ist es in allen Bereichen hier, nur unfähige Leute mit sehr hohem Geldanspruch. Mauern die bei 2 kmh Windgeschwindigkeit in sich zusammenbrechen, Viadukt, nach einem halben Jahr einsturz gefährdet usw. Schämen tut sich keiner warum auch, können ja alle nichts dafür, das Amigos sie “ gut“ untergebracht haben.

  4. Die Computertechnologie zu verstehen ist nicht einfach. Immerhin haben die Leute eines hiesig Ministeriums Informatik abgeschlossen. Man sieht viele Informatikschulen hierzulande, in denen man Wörd, Excel und Diseño gráfico (Corel Draw) studieren kann. Und das sind sogar Privatschulen, was hierzulande etwas heißen mag. Nur so kann man sich erklären, dass es beim 4. Anlauf überhaupt geklappt hat. Nun kann man sich gut vorstellen wie im Pargagauy Dinge klappen, die von Abgängern hiesig täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen ausgeführt wurden. Jedoch muss ich erwähnen, dass stundenlang mit einem Megaphone auf dem Dach vom Dreirad durch die Viertel kurvene das mit dem „El salam alaikum“-, „Alfombra“- und „Bananas“-Verkauf hervorragend klappt.

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