Unfreiwillig im Rampenlicht

Als man vor wenigen Monaten knapp 3 t Kokain in Containern voller Holzkohle für den Export konfiszierte, war man der Meinung den Drogenbossen einen entschiedenen Schlag versetzt zu haben. Dem war nicht so.

Heute meldeten spanische Behörden, dass man im Hafen von Algeciras, Spanien, etwas mehr als 2 t Kokain aus Paraguay beschlagt hat, die zum gleichen Zeitraum das Land verließen, wie die andere Menge beschlagnahmt wurde. Ebenso nahm man 12 Personen in verschiedenen Städten des Landes fest.

Doch die Beschlagnahmung ist kein Zufall. Die Lieferungen, genau genommen alle Holzkohle Lieferungen aus Paraguay sind verdächtig und man nimmt von diesen an, dass sich immer etwas Illegales darin befindet. Schade ist es nur, dass diese Ware problemlos das Land verlässt, das keiner sich bemüht nach Drogen ausschale zu halten. Damit sind nicht die Hafenbetreiber gemeint, sondern die bestechlichen Behördenvertreter die in den Häfen ihren Dienst und mehr tun.

Wochenblatt / Twitter

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4 Kommentare zu “Unfreiwillig im Rampenlicht

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Holzkohle in verpackte Tueten wird vor allem von Mennoniten nach Aldi und der franzoesischen Carrefour geliefert als „Premium“ Grill Kohle.
    Na toll, da schmuggeln sie schon Drogen.
    Ein kleines Vater Unser oben drauf und schon „die Seele aus dem Fegefeuer springt soschnell der Thaler in der Kasse klingt“.

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Nach dem Video nach muss es sich um „bulk“ Kohle in 25 Kg Saecken handeln die dann von Carrefour abgefuellt und als „Made in France“ etikettiert wird. Das geht dann auch nach Aldi und anderen Retailern.
      Diese Art von Kohle wird von Paraguayern und Indianern im Chaco gebrannt und durch Mittelsmaenner (oft Mennoniten) in solche Saecke en gros nach Europa vertrieben. Da werden sie wohl umverpackt und etikettiert.
      Die Kohle stammt sicherlich aus dem Chaco produziert, legal oder illegal, von Paraguayern und Indianern.

  2. Holzkohle? Dachte ich es mir doch. Holzkohle wird aus Feuerchenmachen hergestellt. Nebst Waldrodungen zur Fleischproduktion ein weiteres Indiz, das sie hier wirklich schon sehr gut wissen, wie man Feuerchen macht. Ja, ok, Drogen sollte man aber nicht abfackeln wie Hausmüll. Sonst kauft sie ja gar niemand mehr.

  3. Der produzent und Exporteur der Holzkohle muss nicht der Dealer sein, der das Koks mit im Container einpacken laest.