Seltsamerweise keine Forderung nach einer strengen Quarantäne

Asunción: Das öffentliche Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, so berichten es zumindest die Krankenhausleitungen. Seltsamerweise fordert aber keiner der Mediziner mehr eine strenge Quarantäne.

In Villa Elisa wurde heute ein zweiter Pavillon für Covid-19-Patienten eingeweiht. Der erste ist seit 6 Monaten in Betrieb und vollkommen belegt.

Der Gesundheitsminister Julio Borba nahm an der Einweihung teil und der Bürgermeister der Stadt, Ricardo Estigarribia, nutzte die Gelegenheit, um einen Antrag zu stellen.

„Mit dem, was wir liefern, möchte ich Sie persönlich um zwei Dinge bitten: Dass es keinen Mangel an Medikamenten gibt und dass diesem Krankenhaus kein Sauerstoff fehlt, damit es die Versorgung bieten kann, die jeder Patient verdient“, forderte er.

Als Borba von Journalisten auf den Fortgang der Quarantäne für nächste Woche angesprochen wurde, nachdem das Dekret am Sonntag endet, antwortete er, dass dies im Moment kein Thema sei, man müsse erst abwarten. Jedoch auch von ärztlichen Vereinigungen hörte man bis dato keine einzige Forderung nach einer strengeren Quarantäne, obwohl die Lage im Gesundheitswesen angeblich mehr als prekär sein soll.

Wochenblatt / Beitragsbild Archiv

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2 Kommentare zu “Seltsamerweise keine Forderung nach einer strengen Quarantäne

  1. Die Leute sind auf 180 viele haben durch den ersten Lockdown bereits ihre Arbeit verloren. Viele Ladenbesitzer würden sich das kein zweites Mal gefallen lassen da sie sich knapp vor dem Ruin befinden. Ostern mit dem sogenannten Lockdown hat bereits gezeigt das sich so gut wie keiner (bei uns) daran gehalten hat. Die Mehrzahl der Läden hatte offen wie immer. Die Familien haben sich zum Essen zu Hause getroffen. Dem Bürger verlangt man Disziplin ab und erwartet das er sich an die Regeln hält und selbst lassen viele Politiker zu jedem Anlass die Sau raus. Soll man solche Politiker noch ernst nehmen?? Sie müssen vorsichtig sein, wenn’s dem Paraguayer zu dumm wird brennt es in Asuncion. Wäre nicht das erste Mal.

  2. Das Dekret wurde ohne Änderungen um eine Woche verlängert, das hätte Borba eigentlich wissen müssen.