Sinneswandel in Brasilien bezüglich der Mercosur und Unasur Suspendierung

Rio de Janeiro: Der brasilianische Außenminister, Antonio Patriota, versicherte heute, dass Paraguay sehr wohl vor den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr in den Mercosur und die Unasur wiederaufgenommen werden kann.

Patriota machte diese überraschende Ankündigung nachdem die Publikationen über die Mercosur Finanzierung von Seiten Venezuelas bekannt wurden und noch vor der Wahl in dem karibischen Land welches Ende Juli von den anderen drei Staaten als Vollmitglied anerkannt wurde.

Die einzige Bedingung, die die brasilianische Regierung stellt, ist der Erhalt der Demokratie im Land, welche wie er bestätigte durch den Erhalt des Wahlkalenders und der Zulassung von internationalen Wahlbeobachtern derweil gegeben ist.

Die Alternative ohne diese Annäherung wäre das Warten bis zur Wahl am 21. April 2013. „Paraguay sollte so schnell als möglich in den Mercosur zurückkehren, erklärte er nach einem Treffen mit dem uruguayischen Außenminister Luis Almargo, der noch vor einer Woche bei der UN Vollversammlung Paraguays Regierungswechsel als parlamentarischen Putsch deklarierte.

Der Außenminister Brasilien sah es als positiv an, dass die neue paraguayische Regierung unter der Führung Federico Francos den Wahlkalender beibehalten hat, nachdem sie Fernando Lugo des Amtes enthoben hatten und daraufhin das Land aus dem Mercosur wie aus der Unasur suspendiert wurde.

Almagro versicherte, „dass Zeit Wunden heilen kann“ und die Reintegration nur eine Frage der Zeit sei.

„Wir erwarten einen transparenten Wahlprozess mit Garantien für alle Sektoren, insbesondere für die Linke, die von Ex Präsident Fernando Lugo angeführt wird. Er ist auch einverstanden damit, dass ausländische Wahlbeobachter zur Präsidentschaftswahl eingeladen wurden“, erklärte er.

Almagro sagte zudem, „dass der Mercosur, der eigentlich als Wirtschaftsverband gegründet wurde seinen besten politischen Moment durchlebt“, obwohl Paraguay suspendiert und Venezuela „illegal“ aufgenommen wurde.

Patriota versicherte, dass der Mercosur die Weichen so gestellt hat, dass die Bevölkerung Paraguays keinen Schaden davon trägt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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16 Kommentare zu “Sinneswandel in Brasilien bezüglich der Mercosur und Unasur Suspendierung

  1. Na da schau einer her, sind ja ganz neue Töne, Venezuela ist also illegal im Mercosur aufgenommen.
    Paraguay täte gut daran abzuwarten wie sich die Sache weiter entwickelt.
    Bisher wurde Paraguay von den Mitgliedsstaaten als Zwerg behandelt und nicht als Vollmitglied.
    Von einigen Ländern wie Argentinien wurde Paraguay besonders durch Maßnahmen willkürlich behindert, z.B. von Containertransport, Güterverkehr sowie durch Handelsbeschränkungen.

    1. Das wird auch so bleiben mit den Behinderungen.
      Der marode Haushalt in Argentinien ist ja auf die Hilfe vom Oelstaat Venezuela und dessen Gunst angewiesen und das will man sich nicht verderben.
      Die Devisenrstrictionen dort sprechen ja Bände.
      Brasilien ist da ja in einer ganz anderen Position.

    1. Die sind mit der Wahl in Venezuela beschäftigt. Chaves hat doch wieder -zig Millionen Dollar für das“ richtige Kreuz“ unters Wahlvolk geworfen. Dagegen sind die 100.000 GS pro Wähler in PY Peanuts.
      Die Wiederwahl wird uns dann als einzig wahrer demokratischer Akt präsentiert.

      1. In der Tat.

        Seine vierte Amtszeit wäre das. Damit wäre er dann alleiniger Führer in der „Liga echter Demokraten“

        Chavez: 4 Amtszeiten

        Putin: 3 Amtszeiten+1x Premierminister dazwischen
        (der war wenigstens kreativ)

        Kirchners: 3 Amtszeiten bisher.
        (fliegender Wechsel vom Senor zu seiner Frau mitgerechnet)

        1. Nicht vergessen:

          Valéry Giscard d’Estain: 17 Jahre
          François Mitterrand: 14 Jahre
          Jacques Chirac: 12 Jahre

          Adenauer: 14 Jahre
          Helmut Kohl: 4 Amtszeiten = 16 Jahre. Der musste sich nicht, wie in Russland mit dem Präsidenten abwechseln.

          Merkel: Seit 2005. Sie kann ohne weiteres Chavez noch überholen.

          Und jetzt komm mir hier keiner, mit dem Grüsskasper von Bundespräsidenten. Der Bundeskanzler verhandelt mit Putin, Obama und François Hollande und bestimmt die Politik. So wie alle anderen Präsidenten im Ausland. Die Deutschen lassen sich da gut verarschen Und zeigen dann auch noch gerne mit dem Finger auf andere Länder, wo die Präsidenten auch gerne länger reGIEREN wollen. Wie auch Paraguay.

          1. So ganz weiß ich nicht,was Du sagen willst.
            Deine Fakten stimmen nur teilweise.Giscard hatte nur
            eine Amtszeit von sieben Jahren,bevor er gegen Mitterand
            (zwei Amtszeiten)die Wahlen verlor.
            Ein viel schöneres Beispiel wäre Tage Erlander gewesen.
            Erlander war Premierminister von 1946 bis 1969.Trat dann
            freiwillig zurück und überließ das Amt seinem früheren
            Sekretär Olaf Palme.Bei jeder seiner vielen Wiederwahlen
            errangen die Sozialdemokraten eine Mehrheit.Demokratisch
            und ohne jeden Geruch von Wahlfälschungen,wie in Schweden
            selbstverständlich.
            In Lateinamerika dagegen gibt es gute Gründe die Amstzeiten
            der Präsidenten zu begrenzen.Der Caudillismus ist hier
            so verbreitet,daß jede längere Regierungszeit leicht in
            eine Diktatur münden könnte.
            Zum Schluß noch ein Wort:
            Den Herrn Bundespräsidenten als Grüßkaspar zu bezeichnen,
            zeugt von mangelndem Respekt und geistiger Reife !
            Oder aber von einer tiefen Verbitterung gegen Deutschland,
            weil man dort gescheitert ist.

      1. Eine Meisterleistung eines genesenden vom Krebsleiden

        Nun Chavez hat mit seinen Milliarden und Machtsystem alles in Bewegung gesetzt und seine Netze über das ganze Land ausgeworfen um ja nicht die ihn wohlgesonnenen Stimmen zu verlieren.
        Gut man muss Kenner der lateinamerikanischen Lebensweise sein.
        In der langen Vergangenheit haben sich die Militärs und Superreichen immer wieder die Macht zu geschaufelt.
        Ob nun Chavez gut fürs Land ist sei da hingestellt wohl eher das Gegenteil. Die armen Bevölkerungsschichten jedenfalls profitieren von seinen Subventionen die wie Wasser in einen löchrigen Topf fließen. Ob das Hilfe zur Selbsthilfe ist bezweifele ich stark.
        Auch das man so Milliarden an Linksregierung im Ausland verpulvert wird um den USA eins auszuwischen ist wirtschaftlich ein langsamer Selbstmord.
        Chavez muss nun liefern.
        Doch beeindruckend wie diese genesende Chavez von seinem Krebsleiden so virtuos auf der Machtvioline spielt…oder ist er von seiner Seilschaft getragen ?

        1. Einfach nur dummes Geschwätz, mehr kann man dazu nicht sagen.

          http://marialourdesblog.com/jimmy-carter-wahlen-in-venezuela-hui-in-den-usa-pfui/

          1. Toleranz ist bei ihnen ein unbekanntes Wort. Würde mich doch an ihrer Stelle in der Wortwahl ein wenig mäßigen, meinen sie nicht auch? Mir ist Venezuela gut bekannt und schreibe nur was ich dort erfahren habe.
            Also treten sie beim nächsten Mal bei sich voll auf die Schreibbremse!

  2. Von welcher Toleranz sprechen sie? Meinen sie sie sind der einzige der die wahren Verhältnisse in Venezuela beurteilen kann oder geben sie nur ihre Meinung wieder?

    1. leichtes Gewitter/ligeramente tormenta 28 / 34 °C ist für heute angesagt ist sicherlich nervig
      für uns Europäer auf die Dauer? Geht mir genauso.
      Ansonsten:“Kill Your Ego“
      oder nach Sokrates auch Platon zugeschrieben: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“

  3. @ Werner

    > So ganz weiß ich nicht,was Du sagen willst.

    Das glaube ich Ihnen gerne. Dabei war es nun wirklich nicht sehr schwierig zu verstehen.