„Ein hoher Benzinpreis ist nicht das Problem“

Asunción: Der Leiter der Gremiums der Tankstellenbetreiber des Landes (Dicapar), Guillermo Parra, bekräftigte, dass eine Erhöhung des Kraftstoffpreises unmittelbar bevorstehe, und versicherte, dass das größte Problem nicht die erneute Erhöhung sei.

Die Möglichkeit, dass uns „der Kraftstoff ausgeht“ ist weitaus besorgniserregender, weswegen nach Alternativen gesucht werden müsse, sagte Parra.

Er erklärte, dass sich dies aus dem globalen Kontext ergebe und die Bedingungen dies leider erforderten, da die internationalen Preise seit geraumer Zeit stiegen, was sich dann in den lokalen Marktpreisen niederschlage.

„Es gibt nichts, was die Regierung oder Petropar tun können, es ist eine internationale Situation, niemand ist in Paraguay verantwortlich, aber das größte Problem ist, dass uns der Treibstoff ausgeht, also müssen wir nach einer Alternative suchen, abgesehen von der Subvention“, sagte Parra im Gespräch mit Radio 650 AM.

In Bezug auf den letzten Punkt erklärte der Gewerkschaftsvertreter kategorisch, dass eine Erhöhung der Subventionen keine Option sei, und dass man auf jeden Fall die Steuern senken müsse, aber im Moment müsse man die Erhöhung vielleicht mit anderen Maßnahmen ertragen, um den internationalen Anstieg auszugleichen.

Zu den Gründen für den Anstieg der internationalen Rohölpreise erklärte er, dass zwei Probleme hinzugekommen seien: zum einen die Pandemie, die die Nachfrage nach Treibstoff erhöht habe, und zum anderen die Politik der einzelnen Regierungen, die durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine noch verschärft werde.

Der Dicapar-Vertreter fügte hinzu, dass die ärmsten Länder den Preis dafür zahlen werden, wenn sich die Situation weiter verschlechtert, da sogar von einer Verknappung in Europa die Rede ist. In Bezug auf die Höhe der Preiserhöhung sagte er in einem weiteren Gespräch, dass die Erhöhung den Berechnungen zufolge bei etwa 1.000 Guaranies liegen dürfte, und ein geringerer Betrag bedeuten würde, dass der Preis in einigen Wochen wieder steigen werde, wie er sagte.

Wochenblatt / Radio 650 AM

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3 Kommentare zu “„Ein hoher Benzinpreis ist nicht das Problem“

  1. Glumpert Abfackler

    Dann müssten wir hier halt mit dem wasserbetriebenen Ottomotor fahren, der vor ein paar hier im Paragauy erfunden wurde. Spaß beiseite. Zu Beginn des Uhu-Viru-V2.x-Zeitalters fuhr kein Taxi, kein Bus, flog kein Flugi und die halbe Menschheit saß zuhause am Däumchen drehen. Soviel zur Logik von Zitat: „zum einen die Pandemie, die die Nachfrage nach Treibstoff erhöht habe“.
    Zitat: „Es gibt nichts, was die Regierung oder Petropar tun können, es ist eine internationale Situation, niemand ist in Paraguay verantwortlich“. Ja, das ist normale pargauyanische Logik: Wir können nichts tun, wir können nichts dafür, wir sind die Besten.
    Wegen den zwei, drei Panzern, die jetzt in der Uhhhhkraine herumwackeln und saufen wie’s Loch, wegen dem gibt es nicht weniger Erdöl. USA, Saudis, UDSSR V2.0 und andere produzieren noch genau gleich viel Öl wie vor dem Uhu-Viru-V2.x-Zeitalter und dem Uhhhhkraine-Krieg. Selbst als vor ein paar Jahren die Shell täglich eine Million Liter Erdöl in den Golf von Mexico entsorgte war das kein Problem. Die Transporte haben sich verteuert und Alf Scholz will kein Benzin und Gas mehr vom Shwuddeli Putin. Dann soll der Alf Scholz und der Paragauy halt in einen anderen Laden gehen und dort kaufen. Mache ich auch immer so, wenn ich in einem hiesig Geschäft zum dritten Mal Plata bringen will und immer heißt es: „Uohahhhh, leider ausgegangen, aber Mañana haben wir es wieder auf Lager“.
    Wenn der Spritpreis steigt, dann wird auch weniger investiert, mehr Menschen landen auf der Straße. Somit wird auch weniger Sprit benötigt. Also wird der Bedarf auch gesunken sein. Demnach dürfte es genügend haben. Zumal er auch noch dauernd im Preis steigt. Selbst ich nehme den Wagen seit ein paar Wochen nicht mehr aus der Garage, um um die Ecke Streichhölzl und BilligPolarBierBücksenPacks zu kaufen. Denn ich habe das wieder ge*ickt eingeschädelt und mache nur noch einmal im Monat meinen Streichhölzl-und-BilligPolarBierBücksenPacks-Einkauf. Und siehe da! Ich verbrauche viel weniger Sprit. Demnach hätte es im Überfluss, wenn das jeder so mieche wie ich das mache. Und so gscheit wie ich sind viele noch allemal.

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  2. DerEulenspiegel

    Kann mir mal jemand erklären, warum weltweit der Kraftstoff (Diesel, Benzin, Ölprodukte knapper werden sollen?) Versiegen plötzlich die Ölquellen oder was soll der Grund dafür sein? Hab ich da etwas verschlafen? Oder wird da künstlich eine Knappheit herbei geführt?

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  3. Ich denke mal das gleiche wie mit dem Klopapier.
    Staaten, Raffinerien, versuchen ihre Tanks voll zu kriegen, also zu horten, für den Fall, dass die Öllieferungen ausfallen.
    Und das gleiche machen auch die Verbraucher. Füllen ihre Heizöltanks, legen sich Kanister voller Bezin in die Garage usw.
    Kurzum, es wird weltweit gehamstert.

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