Asunción: Während die Haltestellen überfüllt sind und Nutzer von endlosen Wartezeiten berichten, bleibt eine Flotte von 40 Elektrobussen inaktiv. Der Verband der Transportunternehmer des Ballungsraums (Cetrapam) kritisierte, dass der mangelnde politische Wille zur Festlegung eines Betriebstarifs verhindert, dass diese Einheiten – die bereits privaten Unternehmen zugesprochen wurden – in Betrieb gehen.
Der Verband veröffentlichte die Beschwerde über die sozialen Netzwerke und verwies darauf, dass es sich um eine politische Entscheidung der Regierung handle, welche den technischen Tarif für den Betrieb nicht festlegt.
Hintergrund der Verzögerung
Da es sich um eine andere Technologie als bei Bussen mit Verbrennungsmotor handelt, muss der technische Tarif neu berechnet werden. Dabei müssen Variablen berücksichtigt werden wie:
Energiekosten
Spezialisierte Wartung
Abschreibung der Ladeinfrastruktur
Für den gewöhnlichen Bürger hat die technische Erklärung angesichts eines kollabierten Dienstes mit überfüllten Bussen und unregelmäßigen Taktzeiten kaum Gewicht.
Politische Forderungen
Bisher haben die Behörden des Vizeministeriums für Verkehr (VMT) keinen klaren Zeitplan veröffentlicht, wann diese Busse in das Metropolitansystem integriert werden. Auch Anfragen der Zeitung Última Hora (ÚH) zum Betrieb der genannten Busse blieben bislang unbeantwortet.
Während der Ministerratssitzung an diesem Donnerstag, dem 30. April 2026, hinterfragte Präsident Santiago Peña das Ausbleiben sichtbarer Ergebnisse im Verkehrssektor. Er forderte die Ministerin für öffentliche Bauarbeiten, Claudia Centurión, auf, „spürbare Veränderungen“ für die Bevölkerung umzusetzen. Der Staatschef betonte, dass die Bürger „reale Veränderungen sehen wollen und keine verabschiedeten Gesetze“, in Bezug auf Reformen, die sich noch nicht im täglichen Service widerspiegeln.
Details zur Vergabe
Die Vergabe für den Betrieb der Elektrobusse (ursprünglich ein Los von 30 von Taiwan gespendeten Einheiten sowie 10 vom Staat gekauften) wurde offiziell am 10. Oktober 2025 abgeschlossen. Der Zuschlag ging an das Consorcio Arapoti, bestehend aus den Unternehmen Ñanduti SA und Automotores Guaraní SRL.
Wochenblatt / Última Hora














