Ciudad del Este: Die Sojaproduzenten in der Region Alto Paraná bereiten sich auf den Beginn der Ernte vor. Laut Robson Affonso, einem Produzenten aus San Alberto, wird der Großteil Mitte Februar beginnen. Einige haben jedoch bereits mit der Ernte begonnen, wobei die ersten Erträge bei lediglich 1.500 Kilogramm pro Hektar liegen.
Affonso erklärte, dass die früh gesäte Soja momentan sehr niedrige Erträge aufweist. Man hoffe zwar auf Besserung, rechne aber in dieser Saison nicht mit Spitzenwerten. Der erwartete Durchschnitt liegt bei etwa 3.800 Kilogramm pro Hektar.
Besorgniserregend sei vor allem die aktuelle Wetterlage: Seit acht Tagen hat es nicht mehr geregnet. Da sich die Soja gerade in der Phase der Kornfüllung befindet, ist sie dringend auf Niederschläge angewiesen. Sollte es diese Woche nicht regnen, könnte es bereits zu massiven Verlusten kommen.
Ein weiteres Problem ist das Auftreten von Schädlingen in der Region, insbesondere der Stinkwanze (Chinche). Dieser “stille“ Schädling kann bei Befall die gesamte Produktion vernichten; laut Affonso kann dies Verluste von 1.500 bis 2.000 Kilogramm pro Hektar verursachen. Aktuell wird ständig kontrolliert und Pflanzenschutzmittel gespritzt, um die Plage einzudämmen. Dies führt jedoch zu erheblichen Mehrkosten, die zusammen mit den ohnehin hohen Produktionskosten dieser Saison den Gewinn der Landwirte schmälern – zumal die Preise für die Ölsaat derzeit ohnehin niedrig sind.
Zudem sorgt die Verzögerung im Produktionszyklus für Sorge: Die Nachernte wird dadurch verspätet beginnen, weshalb viele Landwirte in diesem Jahr darauf verzichten werden, Mais anzubauen.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv















