Asunción: Präsident Santiago Peña erklärte, dass Paraguay von den Vereinigten Staaten als Beispiel für einen demokratischen Stabilisierungsprozess angesehen werde und dass diese Erfahrung als Referenz für einen möglichen politischen Übergang in Venezuela in Betracht gezogen werde.
Wie er erklärte, wurde diese Sichtweise vom US-Außenminister Marco Rubio nach den jüngsten Gesprächen im Rahmen internationaler Treffen zum Ausdruck gebracht.
Peña erklärte, dass trotz der Tatsache, dass die Macht in Venezuela derzeit weiterhin in den Händen des Chavismus liegt, ein Übergangsplan existiert, der umgesetzt werden soll, sobald das Land seine interne Situation stabilisieren kann. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass sich die Sichtweise Washingtons nicht nur auf Energieinteressen wie Erdöl beschränkt, sondern einen umfassenderen politischen Prozess im Hinblick auf eine institutionelle Normalisierung vorsieht.
Der Präsident erinnerte daran, dass die Vereinigten Staaten den Übergangsprozess in Paraguay nach dem Sturz der Diktatur aktiv begleitet hätten, eine Phase, die sich über mehrere Jahre erstreckte und 1993 mit demokratischen Wahlen endete. Seiner Meinung nach ist es dieser Hintergrund, der Paraguay heute zu einem Referenzfall in den Analysen über Venezuela macht.
Peña berichtete, dass Rubio ihm selbst während eines Treffens in Davos, wo sie sich bei einer Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Friedensrat trafen, von dem Plan zur Verwirklichung einer vollständigen Demokratie in Venezuela erzählt habe. Später habe der US-Beamte den Fall Paraguays während einer Anhörung im US-Kongress öffentlich als Beispiel angeführt und sich dabei auf das vorherige Gespräch zwischen ihnen gestützt.
Der Präsident betonte, dass er auf die Rolle der Vereinigten Staaten vertraue, und bekräftigte, dass Paraguay Teil des von der Regierung Donald Trumps vorangetriebenen Kooperationsprogramms sei, um zur Normalisierung der Lage in Venezuela beizutragen. In diesem Zusammenhang hob er hervor, dass das historische Interesse Washingtons an Paraguay in der Festigung der Demokratie und des sozialen Friedens gelegen habe, ein Ziel, das sich heute auch auf andere Länder der Region erstrecke.
Abschließend erklärte Peña, dass Paraguay sich an diesem Prozess aus einer Position der Zusammenarbeit und Erfahrung heraus beteilige, mit der Absicht, zu einer demokratischen Lösung in Venezuela beizutragen. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund einer regionalen Lage, die von politischen Spannungen und Debatten über die Rolle geprägt ist, die verschiedene Länder in möglichen Übergangsprozessen in Lateinamerika spielen können.
Wochenblatt / Abc Color















