Asunción: Mit einem „geordneten“ Wachstum und Fokus auf Qualitätsprodukte strebt der Forstsektor eine Ausweitung der aufgeforsteten Flächen und die Erschließung neuer Märkte an. Nach einem erfolgreichen Jahr 2025 mit soliden Exportzahlen äußerte sich Manuel Jiménez, Präsident des paraguayischen Holzindustrieverbandes (Fepama), optimistisch. Der Sektor schloss das Jahr 2025 stark ab und übertraf mit 197.118 Tonnen Forstprodukten die Marke von 100 Millionen US-Dollar an Exporten, was eine wesentliche Verbesserung in der Zusammensetzung des Exportangebots belegt.
Der Präsident der Fepama hob hervor, dass das vergangene Jahr für die Branche positiv verlief und die Zahlen der Vorjahre übertroffen wurden. Zudem betonte er den Zuwachs neuer Unternehmen im Forstbereich und die Wiederaufforstung von mehr als 350.000 Hektar – ein Ziel, das sich der Sektor gesetzt hatte. Er fügte hinzu, dass die Erschließung neuer Märkte ein „strategisches Ziel“ sei. Obwohl die USA weiterhin der Hauptabnehmer für paraguayisches Holz sind, gefolgt von Europa (insbesondere England) sowie Brasilien und Uruguay, sieht er große Chancen in Märkten wie Taiwan, Japan und Südkorea.
„Dies sind Länder, die Bedarf an Holz haben und die sogar die Expo Fepama besuchten, um Handelsmöglichkeiten auszuloten“, erklärte er. In diesem Zusammenhang nannte er den Besuch japanischer Delegationen, die am Erwerb von paraguayischem Holz interessiert sind oder Mechanismen zur Stärkung des Handels zwischen beiden Ländern suchen. Mit Blick auf die Perspektiven für dieses Jahr bekräftigte er, dass stetige Verbesserung der Schlüssel zur Entwicklung der Branche sei. Er erwartet ein geordnetes Wachstum mit klarem Fokus auf Qualität.
Ausweitung der Forstflächen
Jiménez stellte jedoch klar, dass das Wachstum nicht unmittelbar erfolgen wird, da das Land derzeit über etwa 300.000 bis 350.000 Hektar Forstfläche verfügt. Er führte das Beispiel Uruguay an, das über 1,2 Millionen Hektar Waldfläche verfügt und damit einen Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden US-Dollar erzielt.
Dementsprechend wies er darauf hin, dass das paraguayische Forstsystem einen „großen Expansionsspielraum“ habe. Er schätzte, dass Paraguay bei einem Potenzial von 3 Millionen Hektar die Zahlen Uruguays weit übertreffen könnte.
Wochenblatt / Abc Color















