Ayolas: Insgesamt 15 Angestellte des Altenheims “Divina Misericordia“ in der Stadt Ayolas (Departement Misiones) erheben schwere Vorwürfe: Seit einem Jahr haben sie keinen Lohn mehr erhalten. Da bisherige Bemühungen ergebnislos blieben, begannen sie mit einer Protestaktion vor dem Verwaltungsgebäude des Wasserkraftwerks Yacyretá.
Fidelina Zarza berichtete, dass sie seit elf Jahren in dem Heim arbeitet. Sie wohnt etwa fünf Kilometer von Ayolas entfernt und reichte vor zwei Wochen ihre Kündigung ein, da sie die Fahrtkosten nicht mehr stemmen kann. In ihrem Haushalt hänge die Versorgung allein am Verdienst ihres Partners. „Ich bin am Ende und habe vor zwei Wochen gekündigt. Wir haben kein Geld mehr für Benzin. Mein Sohn bringt mich auf dem Weg zu seiner Arbeit her und holt mich ab – ich kann einfach nicht mehr. Mein Partner arbeitet, davon essen wir, aber für Kleidung oder andere Ausgaben reicht es nicht, weil ich kein Gehalt bekomme. Man schuldet mir elf Monatslöhne. Wir fordern unsere Bezahlung, deshalb sind wir hier“, erklärte sie.
Auch Mütter der betroffenen Frauen schlossen sich dem Protest an und betonten die schwierige Lage der Mitarbeiterinnen. „Meine Tochter arbeitet dort; sie musste ins Krankenhaus, um einen Termin zu vereinbaren, deshalb vertrete ich sie hier. Sie hat zwei Kinder, fünf und 16 Jahre alt. Es ist unmöglich, allein zu leben, ohne bezahlt zu werden. Ihr Mann unterstützt sie aus Argentinien, aber das reicht nicht. In Ayolas gibt es nichts, es ist hier sehr schwer“, gab Tomasa Ojeda, Mutter einer Angestellten, an.
Wochenblatt / Ultima Hora















