Horacio Cartes wurde ein Herzschrittmacher implantiert – Aufwachphase aus der Sedierung beginnt

Asuncion: Der ehemalige Präsident und Vorsitzende der ANR, Horacio Cartes, befindet sich nach einem Krampfanfall weiterhin in stationärer Behandlung im Migone-Sanatorium in Asunción. Sein Ärzteteam bestätigte die Implantation eines Herzschrittmachers und schloss einen Schlaganfall (ACV) aus.

Horacio Cartes ist seit vorgestern im Migone-Sanatorium in Asunción internat, nachdem ein Krampfanfall seine sofortige Hospitalisierung erforderlich machte. Laut Senator Antonio Barrios, seinem Hausarzt, geht es dem Ex-Präsidenten „den Umständen entsprechend gut“ und er zeige eine „gute“ Entwicklung.

Der behandelnde Arzt, Eugenio Báez, berichtete, dass gestern Mittag eine spezifische Herzrhythmusstörung aufgrund eines Atrioventrikular-Blocks (AV-Block) festgestellt wurde. Angesichts dieser Situation wurde zunächst ein temporärer und anschließend ein permanenter Herzschrittmacher implantiert.

Schlaganfall und neurologische Schäden ausgeschlossen

Der behandelnde Arzt wies darauf hin, dass die durchgeführten Untersuchungen keine neurologischen Verletzungen ergaben. „Es ist sehr ermutigend, dass weder eine Blutung noch eine Verstopfung einer Hirnarterie vorliegt. Ein Schlaganfall wird ausgeschlossen“, sagte Barrios. Zudem erklärte Báez, dass keine Anzeichen für Infektionen wie Meningitis oder andere Pathologien gefunden wurden. Er stellte jedoch klar, dass man noch nicht mit Sicherheit sagen könne, ob der AV-Block die alleinige Ursache für das neurologische Krankheitsbild und die Krämpfe war.

Schrittweise Rücknahme der Sedierung

Bezüglich der weiteren Behandlung erklärte der Arzt, dass man damit beginnen werde, die Sedierung schrittweise zu reduzieren, um seine Reaktion zu testen. Die Erwartung ist, dass innerhalb von 24 bis 48 Stunden die künstliche Beatmung eingestellt werden kann und er die Intensivstation verlassen kann. Bei weiterhin positivem Verlauf könnte er in den nächsten Tagen entlassen werden.

Wird Cartes ins Ausland verlegt?

Der Arzt fügte hinzu, dass Cartes bereits früher ein ähnliches Krankheitsbild gezeigt habe, wenn auch nicht in der Schwere des aktuellen Vorfalls. Derzeit gibt es keine medizinische Notwendigkeit für eine Verlegung ins Ausland. Barrios bestätigte jedoch, dass der Ex-Präsident bereits einen Termin für einen kompletten Check-up in Brasilien geplant habe. Eine Verlegung zur Fortsetzung der aktuellen Behandlung in ein anderes Land wird derzeit nicht in Erwägung gezogen.

Der Senator erinnerte zudem daran, dass Cartes weiterhin Präsident der Asociación Nacional Republicana (ANR) ist, als er gefragt wurde, wie die Bewegung „Honor Colorado“ im aktuellen politischen Kontext intern agieren werde.

Wochenblatt / Hoy

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