Tödliche Gefahr im Darm: Immer mehr junge Menschen in Paraguay erkranken

Asunción: Fachleute empfehlen Vorsorgeuntersuchungen ab 45 Jahren und warnen vor Symptomen, die eine sofortige ärztliche Konsultation erfordern. Experten weisen darauf hin, dass die Erkrankung die dritthäufigste Krebstodesursache im Land ist, und raten dazu, auch ohne Symptome mit den Kontrollen zu beginnen.

Darmkrebs hat sich in Paraguay als dritthäufigste Krebstodesursache positioniert. Spezialisten alarmieren zudem, dass immer mehr Fälle entdeckt werden – und das bei zunehmend jüngeren Patienten.

Die Ärztin Dr. Lorena Martínez erklärte, dass der Anstieg der Diagnosen weltweit dazu geführt hat, das empfohlene Alter für den Beginn von Vorsorgeuntersuchungen vorzuziehen. Während man früher ab 50 Jahren mit den Kontrollen begann, liegt die Grenze heute bei 45 Jahren. Sie betonte, dass auch Personen ohne Magen-Darm-Beschwerden für Früherkennungsuntersuchungen einen Arzt aufsuchen sollten.

„Wenn man 45 Jahre alt wird und sich vollkommen gesund fühlt, muss man trotzdem zum Gastroenterologen oder Allgemeinmediziner gehen, um die entsprechende Kontrolle durchführen zu lassen“, stellte sie fest.

Die Spezialistin erklärte, dass die wichtigste Untersuchung zur Erkennung dieser Krankheit die Koloskopie (Darmspiegelung) ist. Dieses Verfahren ermöglicht es, das Innere des Dickdarms zu untersuchen und Verletzungen zu entdecken, die sich zu Krebs entwickeln könnten. Zudem lassen sich dabei Vorstufen oder prämaligne Veränderungen identifizieren und direkt während des Eingriffs entfernen, wodurch die Entwicklung eines Tumors verhindert wird.

Dennoch hob die Ärztin hervor, dass es Warnsignale gibt, die eine sofortige Untersuchung rechtfertigen, auch vor Erreichen des empfohlenen Vorsorgealters. Zu den wichtigsten Anzeichen gehören Blutungen beim Stuhlgang, sei es auf dem Toilettenpapier oder in der Toilette selbst.

„Das ist nicht normal und ein äußerst wichtiger Grund für einen Arztbesuch“, warnte sie.

Ein weiterer zu beachtender Aspekt sind Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, wie anhaltende Durchfallphasen, plötzliche Verstopfung oder der Wechsel zwischen beidem. Ebenfalls nannte sie häufige Bauchbeschwerden, Blähungen oder Schmerzen, insbesondere wenn diese Situationen plötzlich bei Personen auftreten, die zuvor eine normale Darmtätigkeit hatten.

Die Spezialistin betonte abschließend, dass die Früherkennung der Schlüssel ist, um die Krankheit rechtzeitig zu behandeln und die Heilungschancen zu verbessern. Daher empfahl sie sowohl Männern als auch Frauen, die Darmvorsorge ebenso in ihre regelmäßigen Check-ups aufzunehmen wie Vorsorgeuntersuchungen für andere Krankheiten.

Wochenblatt / El Nacional

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