Nach dem Raketenhagel: Israels Vision für einen Iran ohne Ayatollahs

Asunción: Die israelische Konsulin in Paraguay und stellvertretende Missionsleiterin, Talor Shamash, beantwortete gegenüber Journalisten der Zeitung ABC Color Fragen, die nach wie vor über dem Krieg im Nahen Osten schweben.

Die Vereinigten Staaten und Israel starteten am 28. Februar eine Offensive gegen den Iran, die sie als “Präventivschlag“ bezeichneten. Das erklärte Ziel: Die Eliminierung des iranischen Atomprogramms und die Herbeiführung eines politischen Regimewechsels.

Die theokratische Regierung in Teheran reagierte mit harten Vergeltungsmaßnahmen auf die israelisch-amerikanische Militäroperation und feuerte Raketen auf israelisches Territorium sowie auf im Nahen Osten stationierte US-Stützpunkte ab. Die USA nannten ihre Operation “Epic Fury“ (Ethischer Zorn). Laut US-Außenminister Marco Rubio griffen die Vereinigten Staaten den Iran “präventiv“ an, nachdem sie erfahren hatten, dass ihr Verbündeter Israel einen Angriff plante, was massive Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Streitkräfte zur Folge gehabt hätte.

Zwei Schlüsselfragen

Das persische Land wird seit der Revolution von 1979 von den Ayatollahs regiert, die sich zu Erzfeinden Israels erklärt haben. Drei Wochen nach Beginn des bewaffneten Konflikts halten sich vor allem zwei Fragen: Warum entschied sich Israel für die Operation “Brüllender Löwe“ gegen den Iran und was ist – wenn auch noch in weiter Ferne – nach Ende des Krieges zu erwarten?

Talor Shamash, Konsulin Israels in Paraguay, gab dazu folgende offizielle Antwort:

„Für uns ist das Ziel die Eliminierung der existenziellen Bedrohung gegen Israel. Der Regimewechsel ist dabei das Mittel, nicht das Ziel an sich“, erklärt Shamash.

Sie fügte hinzu: „Das aktuelle Regime hat sich der Zerstörung Israels verschrieben. Seine Strategie, nach Atomwaffen zu streben und seine Stellvertreter-Gruppen (Proxys) einzusetzen, hat sich auch nach dem Angriff auf Israel im Juni 2025 nicht geändert.“ Zudem finanziere das Regime weiterhin die Hamas und die Hisbollah und habe Verhandlungen nur bösgläubig geführt, um Zeit zu gewinnen.

Die Zeit nach dem Krieg

Obwohl ein Ende des Krieges noch nicht absehbar ist, äußerte sich die Diplomatin dazu, was auf iranischem Territorium nach Abschluss der Operation erwartet wird:

„Die Operation wird die Bedingungen dafür schaffen, dass das iranische Volk seine Zukunft selbst in die Hand nehmen und sich von einem 47 Jahre währenden Mörder-Regime befreien kann. Es ist entscheidend, die Mission nicht halbfertig zu hinterlassen und zu verhindern, dass das iranische Regime zu seinen feindseligen Handlungen zurückkehrt“, schloss sie.

Wochenblatt / ABC Color

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