Asunción: Die schlechten Nachrichten für Paraguays Autofahrer reißen nicht ab. Während die Hauptstadt noch mit den Folgen der Rekord-Sintflut kämpft und der öffentliche Nahverkehr am Boden liegt, folgt der nächste Schlag in den Geldbeutel: Die Kraftstoffpreise steigen erneut drastisch an.
Seit gestern haben die privaten Tankstellenbetreiber im ganzen Land damit begonnen, die Preise für Benzin und Diesel massiv nach oben zu korrigieren. Je nach Sorte müssen Verbraucher nun zwischen 400 und 900 Guaranies mehr pro Liter bezahlen. Wer volltankt, zahlt also im Schnitt bis zu 50.000 Gs. mehr als noch vor wenigen Tagen.
Der “Domino-Effekt“ aus dem Nahen Osten
Die paraguayische Kammer der Kraftstoffhändler (Cadipac) sieht sich zu diesem Schritt gezwungen. Der Grund liegt tausende Kilometer entfernt: Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten treiben den Preis für Rohöl der Sorte Texas (WTI) auf ein gefährliches Niveau von rund 93 US-Dollar pro Barrel.
Da Paraguay als Binnenland zu 100 % auf Importe angewiesen ist, schlagen diese Weltmarktpreise gnadenlos auf den lokalen Markt durch. „Ohne diese Anpassung würden die Unternehmen massive Verluste machen, da die Ersatzkosten für neue Lagerbestände schlicht zu hoch sind“, erklärt ein Sprecher der Branche. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Stunden auch die letzten Marken nachziehen werden.
Ein Teufelskreis für den Verbraucher
Für die Bürger in Asunción und Central kommt diese Erhöhung zur Unzeit. In einer Woche, in der Busse ohnehin kaum kommen (oder Linien ganz eingestellt wurden), sind viele auf das eigene Auto oder Fahrdienste wie Bolt angewiesen. Doch auch deren Preise werden durch den teuren Sprit unweigerlich steigen. Es ist ein klassischer Domino-Effekt: Teurer Sprit bedeutet teurere Logistik, was wiederum die Preise für Brot, Milch und Fleisch in die Höhe treibt.
An den Zapfsäulen herrscht Frust. Der Weg zur Arbeit wird zum Luxusgut, während die Gehälter stagnieren.
Wochenblatt / Beitragsbild Archiv
















Land Of Confusion
Dürfen sich die Leute bei Paraguays engsten Verbündeten – Trump und Netanjahu – bedanken.
So langsam dürften auch die Trump-Fans die Stirn runzeln, wie dieser Mann sich ständig in Widersprüche verstrickt.