Carmen del Paraná: Ein tschechischer Staatsbürger wurde in seinem Haus in tot aufgefunden, nachdem es in den frühen Morgenstunden vermutlich zu einem Mord gekommen war. Die Polizei fahndet nach dem Hauptverdächtigen, ebenfalls tschechischer Staatsangehörigkeit, der sich auf der Flucht befindet. Bislang gibt es kein klares Motiv für die Tat.
Ein Mann tschechischer Staatsangehörigkeit, identifiziert als Martin Skvor, etwa 50 Jahre alt, wurde tot in einem Haus innerhalb einer privaten Wohnanlage in der Siedlung Caraguatá in Carmen del Paraná, im Departement Itapúa, aufgefunden.
Die Ermittlungen wurden von Beamten der 9. Polizeistation durchgeführt, nachdem gegen 10:00 Uhr ein Nachbar einen Hinweis auf eine mutmaßliche Auseinandersetzung an diesem Ort gegeben hatte, wie der Unteroffizier Jesús Gómez mitteilte.
Nach Angaben der Lebensgefährtin des Opfers, die als Jaroslava Fabianova (23) identifiziert wurde, hatten der Verstorbene und der mutmaßliche Täter, Jan Ansorge (30), seit dem Vorabend Alkohol konsumiert.
In den frühen Morgenstunden, gegen 03:30 Uhr, soll der Verdächtige das Zimmer betreten haben, in dem sich das Paar aufhielt, woraufhin ein Streit ausbrach, der sich bis ins Wohnzimmer ausweitete.
Streit, Schuss und Flucht des Verdächtigen
Die Frau gab an, dass sie während des Handgemenges einen Schuss hörte, woraufhin sie sich ins Badezimmer flüchtete, wo sie unter Drohungen des Verdächtigen blieb, der ihr angeblich verboten hatte, das Zimmer zu verlassen.
Der Anzeige zufolge hielt der mutmaßliche Täter die Frau mehrere Stunden lang unter Drohungen fest und zwang sie unter anderem, sich normal zu verhalten und einen Sekretär des Opfers zu kontaktieren, um auch gegen ihn vorzugehen.
Erst gegen 11:00 Uhr gelang es der Frau zu fliehen und zu einem Polizeiauto zu laufen, das sich in der Nähe befand. Zu diesem Zeitpunkt floh der Verdächtige mit dem Kleinbus des Opfers vom Tatort.
Das Fahrzeug wurde später in einem nahegelegenen Waldgebiet gefunden, wo es zurückgelassen worden war.
Gerichtsmediziner bestätigt Todesursache
Der Polizeibericht weist darauf hin, dass das Opfer eine Schnittwunde am Hals aufwies, die vermutlich durch eine Stichwaffe verursacht wurde.
Der Gerichtsmediziner diagnostizierte als wahrscheinliche Todesursache einen „hypovolämischen Schock“ und schätzte den Zeitpunkt des Todes auf etwa 12 Stunden zuvor.
Kein klares Motiv und keine aktuellen Vorfälle
Der Hauptverdächtige, ebenfalls tschechischer Staatsangehöriger und Freund des Opfers, ist weiterhin auf der Flucht. Die Polizei führt mit Unterstützung mehrerer Dienststellen eine Durchsuchung des Gebiets durch.
Die Polizei teilte mit, dass bislang kein konkretes Motiv für die Tat vorliegt.
Das Opfer war ein Unternehmer, der vor etwa acht Monaten ins Land gekommen war.
Zudem wurde berichtet, dass er vor einigen Tagen Opfer eines Diebstahls geworden sein soll, was im Rahmen der Ermittlungen nicht ausgeschlossen wird.
Wochenblatt / Abc Color















