Asunción: Der Abgeordnete Édgar Olmedo hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Apotheken dazu verpflichten soll, grundlegende Gesundheitsdienste im Rahmen ihrer “sozialen Verantwortung“ anzubieten. Ziel sind Kontrollen von Blutdruck, Diabetes und Fettleibigkeit.
Der Abgeordnete der Colorado-Partei aus Caaguazú präsentierte den Gesetzentwurf “Über die Einrichtung kostenloser Basis-Gesundheitskontrollen in Apotheken als Teil ihrer sozialen Verantwortung“. Ziel des Entwurfs ist es, den Zugang zu präventiven Untersuchungen zu erweitern und die Früherkennung chronischer Krankheiten zu fördern.
Der Vorschlag reagiert auf die zunehmenden Auswirkungen nicht übertragbarer chronischer Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Adipositas, die laut Dokument zu den größten Herausforderungen für das öffentliche Gesundheitswesen zählen.
„Diese Krankheiten entwickeln sich oft schleichend und werden in vielen Fällen erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, wenn sie bereits Komplikationen verursachen, welche die Lebensqualität ernsthaft beeinträchtigen und die Kosten im Gesundheitssystem in die Höhe treiben“, begründete der Abgeordnete sein Vorhaben.
Zudem betonte er, dass die Strategie die staatliche Präventionspolitik durch die räumliche Nähe der Apotheken ergänzen soll. Diese seien oft die erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen, besonders in Vierteln und Gemeinden mit eingeschränktem Zugang zu regelmäßigen ärztlichen Kontrollen.
In diesem Zusammenhang schlug Olmedo vor, dass zugelassene Apotheken kostenlose und regelmäßige Checks wie Blutdruckmessungen, Gewichtskontrollen und Blutzuckermessungen sowie Beratung zu gesunden Lebensgewohnheiten integrieren.
Der Abgeordnete stützte seinen Entwurf auf Daten des Gesundheitsministeriums, wonach ein erheblicher Prozentsatz der Paraguayer mit Bluthochdruck oder Diabetes lebt, ohne eine Diagnose zu haben – primär aufgrund mangelnder regelmäßiger Kontrollen. Die Initiative setzt auf eine öffentlich-private Zusammenarbeit, um die Präventionsabdeckung durch kostengünstige Maßnahmen mit hoher gesundheitlicher Wirkung zu vergrößern.
Langfristig zielt der Vorschlag auch darauf ab, die öffentlichen Gesundheitsausgaben zu senken, da die frühzeitige Behandlung dieser Krankheiten deutlich kostengünstiger ist als die Versorgung ihrer Komplikationen (wie Herzinfarkte oder Nierenversagen). Für die teilnehmenden Apotheken sieht der Entwurf Anreize und Anerkennungen vor.
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