Nationaler Film „Narciso“ startete in allen Kinos des Landes

Asunción: Am vergangenen Mittwoch war die Premiere von Narciso, dem paraguayischen Spielfilm, der den FIPRESCI-Preis in Berlin gewonnen hat. Der Film basiert auf Ereignissen aus dem Jahr 1959. Diro Romero übernahm die Rolle des Narciso und Manuel Cuenca spielte Lulú, den Mentor und Lehrer des jungen Radiosprechers.

Der paraguayische Film Narciso ist in allen Kinosälen des Landes zu sehen. Das neue Werk von Marcelo Martinessi wurde in Berlin ausgezeichnet, und nun können wir es alle genießen. Diro Romero, der Schauspieler, der Narciso Leben einhaucht, erklärte, was seinen Charakter ausmacht.

„Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, und genau das war der Ausgangspunkt, um Narciso zu erschaffen. Er ist eine fiktive Figur, aber dennoch eine Person, die existierte und die Gesellschaft sowie die Geschichte Paraguays geprägt hat. Mit diesem Respekt und der Herausforderung, eine solche Rolle zu übernehmen, war es meine Idee, die Freiheit eines jungen Mannes im Jahr 1959 darzustellen“, berichtete er.

Mehr Freiheit

Manuel Cuenca spielt Lulú, den Mentor und Chef von Narciso. Er erwähnte, dass er sich dank des Films heute freier und mutiger fühlt.

„Ich glaube, die Teilnahme an diesem Film und ihn zu sehen, hat mich angetrieben, freier zu sein. Ich bin eher schüchtern und konventionell. In Berlin habe ich mich getraut, eine Handtasche zu tragen – das hätte ich früher nie getan. Manchmal schockiert es mich selbst, was ich vorhabe, aber ich bin jetzt 70 Jahre alt. Wenn ich es jetzt nicht tue… warum sollte ich mir nicht den Luxus gönnen, in gewissen Dingen frei zu sein?“, gestand er.

Die Handlung

Narciso ist ein junger Mann, der aus Buenos Aires kommt und den Wunsch hat, den Rock ’n‘ Roll in Asunción zu verbreiten. Er arbeitet schließlich beim Radiosender von Lulú, der ihm die Chance gibt, seine Rock-Show zu präsentieren – doch dem Regime von Alfredo Stroessner gefiel das ganz und gar nicht.

Der Film entlarvt die Heuchelei und Doppelmoral der paraguayischen Gesellschaft, so die Macher des Werks.

Wochenblatt / Extra

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