Weltweiter Ölpreis im Sturzflug: Warum wir an den Zapfsäulen trotzdem noch monatelang draufzahlen

Asunción: Die Ölpreise sind nach der Friedensankündigung deutlich zurückgegangen. Mit dem angekündigten Abkommen zwischen den USA und dem Iran fielen die Preise für Rohöl um 5,6 % und könnten nach dem endgültigen Ende des Krieges noch weitaus stärker sinken. In Paraguay wird man jedoch “einige Monate“ warten müssen, bis diese Senkung ankommt.

Die Sorte WTI (West Texas Intermediate) verringerte sich um 5,6 % und erreichte 83 US-Dollar pro Barrel, während die Sorte Brent um 4,1 % sank und bei 83,77 US-Dollar lag. Diese Rückgänge folgten auf die Bestätigung eines Friedensabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran.

In diesem Zusammenhang bestätigte der nationale und internationale Berater Miguel Velázquez diese Zahlen, dämpfte jedoch gleichzeitig die Hoffnungen, dass sich die gute Nachricht zeitnah auf lokaler Ebene auswirken wird.

„Es ist schwer vorstellbar, dass sich dies in einer schnellen Preissenkung niederschlägt. Zwar fallen die Preise für Diesel und Benzin international, aber heute liegen sie immer noch 30 % über dem Niveau von vor dem Krieg. Wir werden zwar Ergebnisse sehen, aber erst in einigen Monaten – man muss Geduld haben“, erklärte Velázquez in einem Radiointerview mit dem Sender 730 AM.

„Der internationale Rückgang wird nicht schnell auf unsere lokalen Preise übertragen, aber man muss der Sache Zeit geben“, betonte er.

Die staatliche paraguayische Ölgesellschaft Petropar hat die Preise seit dem Kriegsbeginn Ende Februar bereits dreimal angehoben. Der erste Aufschlag erfolgte am 23. März mit 450 Guaranies, gefolgt von weiteren 750 Guaraníes am 10. April. Die letzte Erhöhung am 4. Mai schlug mit 750 Guaranies für Diesel und 300 Guaranies für Benzin zu Buche, was einer Gesamterhöhung von 1.950 Guaranies entspricht.

Wochenblatt / Hoy / Beitragsbild Archiv

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

3 Kommentare zu “Weltweiter Ölpreis im Sturzflug: Warum wir an den Zapfsäulen trotzdem noch monatelang draufzahlen

  1. Hier einmal fuer Herrn Velazquez die Oelpreise der letzten Monate WTI
    5. Maerz 80,87
    23.Maerz 97,83 1. Erhoehung 450 Guaranies
    10. April 98,07 2. Erhoehung 750 Guaranies
    04. Mai 105,13 3. Erhoehung 700 Guaranies
    15. Juni 80,63 ????????
    normal muesste der Spritpreis jetzt um ca. 2000 Guaranies fallen. wenn Herr Velazquez richtig rechnen kann.

    8
    2
  2. Verstehe die Aufregung nicht. Warum ist der Spritpreis einen Zeitungsartikel wert? Wenn Apfel teuer dann Birnen kaufen (oder halt Radieschen, falls Birnen ausverkauf sind)! Wenn Sprit teuer dann Radfahren! Problem wo?

    14
    3
  3. Kaffeetrinker

    Ein Land ohne eigene Öl Raffinerie zahlt den Internationalenpreis. Wie bestellt so Verkauft