Asunción: Petróleos Paraguayos (Petropar) hat gestern eine Erhöhung von 750 Guaranies (0,10 €) auf alle seine Kraftstoffe vorgenommen – und zwar nicht schrittweise, wie es der Leiter des Unternehmens, William Wilka, versprochen hatte. Damit schloss sich das Staatsunternehmen dem Aufwärtstrend der privaten Anbieter an, die aufgrund der Spannungen durch den Kriegskonflikt im Nahen Osten eine vierte Preisanpassung anstreben.
In weniger als 30 Tagen hat Petropar damit die zweite Anpassung vollzogen, was einer Gesamtsumme von 1.200 Guaranies entspricht. Diese Situation bietet sowohl kleinen als auch großen privaten Anbietern die Grundlage für eine weitere Preiserhöhung, wie es der Präsident der paraguayischen Kammer der Kraftstoffhändler (Cadipac), Adolfo Martin, bereits angekündigt hatte.
„Wir bleiben den paraguayischen Familien verpflichtet und halten die niedrigsten Preise auf dem Markt. Wir führen Preisanpassungen schrittweise und verantwortungsbewusst durch, ausgerichtet an der internationalen Lage“, teilte das staatliche Ölunternehmen in einer offiziellen Erklärung über die sozialen Netzwerke mit.
Die aktuell geltenden Preise pro Liter von Petropar sind:
Diesel Porã: Stieg von 6.700 G. auf 7.450 G.
Diesel Mbarete: Kostet nun 9.250 G. (vorher 8.500 G.)
Kape 88 (Benzin 88 Oktan): Festgelegt auf 6.390 G. (vorher 5.640 G.)
Oikoite 93 (Benzin 93 Oktan): Stieg von 6.140 G. auf 6.890 G.
Aratiri 97 (Benzin 97 Oktan): Kostet nun 8.240 G. (vorher 7.490 G.)
William Wilka, Chef von Petropar, hatte diese Woche gegenüber dem Sender Radio Monumental noch erklärt, dass die Erhöhung in einem Bereich zwischen mindestens 450 G. und maximal 700 G. liegen und schrittweise erfolgen würde. Tatsächlich betrug der Anstieg jedoch direkt 750 G.
Ausblick und Inflation
Die fast wöchentlichen Anpassungen bei den privaten Anbietern sind auf die volatilen Rohölpreise zurückzuführen. Die paraguayische Zentralbank teilte diese Woche mit, dass der Anstieg der Inflation im März hauptsächlich durch die starken Kraftstofferhöhungen im Kontext der internationalen Instabilität durch den Nahostkonflikt zu erklären sei.
Die monatliche Inflation im März lag bei 0,8 %, wovon allein 0,6 Prozentpunkte auf den Anstieg der Kraftstoffpreise um 11,6 % zurückzuführen waren. Die großen privaten Anbieter hatten bereits am vergangenen Donnerstag die dritte Preisanpassung vollzogen, mit Erhöhungen von durchschnittlich 500 bis 650 G. bei Benzin und 950 bis 990 G. bei Diesel.
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