Encarnación: Die Lehrerin Estela Ayala, Vertreterin der Nationalen Bildungsgewerkschaft (UNE-SN), hat erneut die Schwierigkeiten zur Sprache gebracht, mit denen das paraguayische Bildungssystem derzeit zu kämpfen hat.
Während eines Interviews wies sie darauf hin, dass dieses Jahr bereits mit Mobilisierungen und Streiks des Lehrsektors begann. Grund dafür waren die vorangetriebenen Änderungen an der staatlichen Rentenkasse (Caja Fiscal). Sie kritisierte scharf, dass es im Vorfeld keinen Dialog an einem runden Tisch mit den verschiedenen Gewerkschaften gegeben habe.
Ayala betonte, dass eine der größten Sorgen weiterhin der Mangel an Investitionen im Bildungsbereich sei. Diese Situation – so ihre Aussage – wirke sich direkt auf die Einstellung von Lehrkräften, die Instandhaltung der Einrichtungen und die angemessene Betreuung der Schüler aus.
Sie erwähnte außerdem, dass trotz der für die kommenden Jahre vorgestellten Bildungsprojekte und -pläne viele Schulen und Kollegien immer noch mit grundlegenden Mängeln konfrontiert sind. Selbst in größeren Städten wie Encarnación gebe es Einrichtungen, die weiterhin keinen Internetzugang oder keine professionelle Ausstattung zur Unterstützung haben.
Die Gewerkschaftsführerin erinnerte zudem daran, dass im vergangenen Jahr die Einstellung von Psychologen für die Bildungseinrichtungen angekündigt worden war. Sie versicherte jedoch, dass diese Maßnahme bis heute nicht in die Tat umgesetzt wurde.
„Es gibt viele Versprechen, aber der Bedarf in den Schulen ist nach wie vor riesig“, äußerte sie sich abschließend.
Wochenblatt / Mas Encarnación















