Raubbau im Herzen Südamerikas: Ein Nationalpark kämpft gegen die Öl-Lobby

Asunción: Paraguay schleppt eine offene Wunde mit sich herum. In kaum mehr als zwei Jahrzehnten haben wir mehr als sieben Millionen Hektar Wald verschlungen. Wir sind das Land mit dem zweithöchsten Verlust an Grünfläche in Südamerika und tauchen im beschämenden weltweiten Ranking der Entwaldung auf.

Angesichts dieser verheerenden Bilanz würde man eigentlich ein wenig Vernunft erwarten. Aber nein. Gesetzesentwürfe, die darauf abzielen, den Nationalpark Médanos del Chaco (die Chaco-Dünen) zu verstümmeln, beweisen einmal mehr, dass dieser Regierung das Land und seine Menschen völlig egal sind. Sie sind angetreten, um die Macht zum Vorteil der eigenen Taschen zu nutzen und zu missbrauchen.

Sie sind nur für ihre Geschäfte da. Es reicht ihnen nicht, die legale Umwandlung unserer Chaco-Wälder zu erlauben; jetzt vergreifen sie sich an einem heiligen Naturschutzgebiet – einem hochempfindlichen Ökosystem aus Wanderdünen, das der letzte Zufluchtsort des mystischen Guanakos und anderer vom Aussterben bedrohter Arten ist.

Die Médanos del Chaco zu beschneiden, um die Erkundung und Ausbeutung von Kohlenwasserstoffen (Öl und Gas) zu ermöglichen, ist eine schändliche Zerstörung, die als “energetische Souveränität“ getarnt wird. Ein schmutziges Geschäft bleibt ein schmutziges Geschäft, und dies ist nichts anderes als ein unverschämter Übergriff. Er tritt die technischen Berichte des Umweltministeriums (MADES) mit Füßen und überrollt die Rechte der dort lebenden, isolierten indigenen Völker. Die Gier der herrschenden Kaste, die uns bestiehlt, kennt keine Grenzen.

Für diese politische Klasse ist die paraguayische Natur reine Handelsware: Schnelles Geld auf Kosten von uns allen, während das Letzte, was uns noch bleibt, verramscht wird. Wenn wir zulassen, dass sie den Nationalpark anrühren, unterschreiben wir das Todesurteil für unsere eigene Artenvielfalt.

Der Nationalpark Médanos del Chaco ist unantastbar, meine Herren!

Wir dürfen ein solches Massaker nicht zulassen.

Wochenblatt / Megacadena Kattya González

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