Asunción: Auf dem “Mercado 4“ in Asunción berichten Händler von einem anhaltenden Einbruch der Verkäufe ab dem 20. Tag eines jeden Monats. Dies deckt sich mit dem Zeitpunkt, an dem der Mindestlohn vieler Käufer aufgebraucht ist. Ein Rundgang vor Ort zeigt, dass sich der Konsum auf die ersten Tage des Monats und die Monatsmitte konzentriert, wenn in den Haushalten mehr Liquidität vorhanden ist.
Die Verkäufer erklären, dass die umsatzstärksten Tage zwischen dem 1. und dem 5. eines jeden Monats liegen, wenn die Kunden frisch ihre Gehälter ausbezahlt bekommen haben. Auch um die Mitte des Monats herum, wenn Abschlagszahlungen oder Vorschüsse fließen, ist ein leichter Aufschwung zu verzeichnen. Doch die Dynamik ändert sich danach schlagartig: Ab dem 20. Tag bricht die geschäftliche Aktivität aufgrund des akuten Geldmangels der Menschen spürbar ein.
Den Händlern zufolge versuchen die Familien zwar, ihre Einnahmen so gut wie möglich einzuteilen, um so lange wie möglich damit über die Runden zu kommen, doch in der Praxis schrumpft die Kaufkraft schon weit vor dem Monatsende.
Dieses Verhalten wiederholt sich in jedem monatlichen Zyklus und spiegelt die Schwierigkeiten der paraguayischen Haushalte wider, den Konsum über den gesamten Zeitraum aufrechtzuerhalten. Auf dem Mercado 4 stehen die Geschäfte zwar nie ganz still, aber sie reduzieren sich gegen Ende des Monats drastisch.
Wochenblatt / Megacadena / Beitragsbild Archiv















