Asunción: Die Weltmeisterschaft der “Albirroja“ hinterlässt bereits erste Spuren in der paraguayischen Arbeitswelt. Private Unternehmen verzeichnen einen deutlichen Anstieg von Urlaubsanträgen seitens der Arbeitnehmer. Das Hauptziel dabei ist es, freie Zeit zu haben, um die Spiele der paraguayischen Nationalmannschaft zu sehen.
Dieses Phänomen ist in verschiedenen Unternehmen des Privatsektors zu beobachten. Die Weltmeisterschaft beginnt am morgigen 11. Juni und fesselt die Aufmerksamkeit der Angestellten. Dies hat bereits zu internen Anpassungen bei den Schichten und in der Personalplanung geführt.
Celia Cabral, Leiterin der Personalabteilung eines großen Mobilfunkunternehmens, bestätigte den Anstieg der Anträge. Sie wies darauf hin, dass das Thema der WM für die Mitarbeiter oberste Priorität erlangt hat. Die operativen Bereiche mussten die Schichten aufgrund von Terminüberschneidungen neu organisieren. Cabral erklärte, dass mehrere Angestellte für dieselben Tage Urlaub beantragt haben. Dies machte eine Koordinierung erforderlich, um die Besetzung der Aufgaben in den verschiedenen Abteilungen sicherzustellen. Das Interesse konzentriert sich dabei stark auf die Spiele der paraguayischen Auswahl.
Der Arbeitsmarktexperte Enrique López wies darauf hin, dass die Weltmeisterschaft auch zu Kündigungen bei jüngeren Arbeitnehmern führen könnte. Er erwähnte hierbei insbesondere die Generation Z und Angestellte mit Mindestlohn. Laut López sind einige Arbeitnehmer der Ansicht, dass ihr Job leicht zu ersetzen sei. Dies könnte zu Jobwechseln führen, falls während des sportlichen Großereignisses keine Genehmigungen oder Urlaube gewährt werden. López warnte zudem davor, dass es während der Spiele vermehrt zu krankheitsbedingten Fehlzeiten kommen könnte. Er betonte, dass sich solche Situationen bei Sportevents mit großer Tragweite häufig wiederholen.
Aus der Gastronomiebranche berichtete die Personalrekruterin Élida Aguilera, dass dort nicht besonders viele Urlaubsanträge eingegangen sind. Sie erklärte, dass die Lokale ohnehin über Fernseher verfügen, um die Spiele live zu übertragen.
Die Personalexpertin Silvia Trinidad wiederum argumentierte, dass die Weltmeisterschaft Anpassungen in den Unternehmen erfordert. Sie empfahl, emotionale Anreize in Betracht zu ziehen, um das Engagement am Arbeitsplatz aufrechtzuerhalten. Zudem wies sie darauf hin, dass das Aufstellen von Fernsehern in den Büros das Arbeitsklima verbessern kann. Das Ziel sei es, die durch das Sportevent erzeugte Erwartungshaltung positiv zu begleiten.
Wochenblatt / Extra
















Land Of Confusion
Dieser Fanatismus ist wirklich krankhaft. Aber als Ausländer lieber die Klappe halten, weil die Paraguayische Nationalmannschaft Heiligtum ist. Habe neulich ein Video gesehen, wie beim letzten Testspiel gegen Nicaragua Tonnen von Feuerwerk verschossen wurde, so als ob man schon die Weltmeisterschaft gewonnen hat.
In Europa wird die WM äußerst kritisch gesehen, da die Reise in ein Terrorland für viele ein Albtraum sein wird, der beste afrikanische Schiedsrichter wurde nun trotz Visum wieder nach Hause geschickt, weil der arme Mann aus Somalia kommt. Und Fans aus Haiti, Senegal, Irak und Iran sowieso haben absolutes Einreiseverbot.
Und dann vergibt man eine WELTmeisterschauft an ein Land mit derart hohen Einreiserestriktionen – irre.
Aber der gemeine Paraguayer will davon nichts wissen – die zählen schon die Minuten bis es endlich losgeht. Ich befürchte, dass nach einem Sieg hier die ganze Nacht gefeiert wird, als ob es kein Morgen mehr gibt.