Großangelegter Angriff mit Sprengstoff in Santa Rita: Über 20 Angreifer überfallen drei Banken und eine Wechselstube

Santa Rita: Eine Gruppe von mehr als 20 schwer bewaffneten Tätern hat in der heutigen Frühphase einen gewaltsamen Angriff mit Sprengstoff auf drei Banken und eine Wechselstube im Zentrum von Santa Rita verübt. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und den Angreifern. Diese nahmen vorübergehend einen Polizeibeamten als Geisel.

Kommissar José Vega, Direktor der Nationalpolizei im Departement Alto Paraná, erklärte, dass mehr als 20 mit Sprengstoff und Langwaffen ausgerüstete Personen den Angriff zwischen 1:00 und 1:30 Uhr heute Nacht verübt haben.

Die Angriffe richteten sich gegen Filialen der Banken Familiar, GNB und Ueno Bank an der Ruta II sowie gegen eine Wechselstube. Nach Angaben von Kommissar Vega bewegten sich die Angreifer in mindestens fünf Fahrzeugen.

Zuerst zündeten die Angreifer Sprengstoff in den Gebäuden der Banco Familiar und der GNB. Sie drangen auch in die Filiale der Ueno Bank ein, wo sie einen Angestellten und einen Sicherheitsbeamten überwältigten und diesem seine Schusswaffe abnahmen.

Schusswechsel und ein Polizist als Geisel genommen

Kommissar Vega berichtete, dass die Täter vier Polizeibeamte der Polizeistation 18ª von Santa Rita überraschten, die mit einem Streifenwagen Sicherheitsmaßnahmen im Stadtzentrum durchführten.

Die Beamten wurden von den Angreifern eingekreist, denen es gelang, einen der vier Beamten zu überwältigen. Dieser wurde ihm ein Galil-Gewehr und seine Dienstpistole abgenommen und er wurde vorübergehend als Geisel genommen.

Die anderen drei Beamten konnten aus dem Streifenwagen aussteigen und sich am Straßenrand verschanzen; von dort aus eröffneten sie das Feuer und lieferten sich einen Schusswechsel mit den Tätern.

Generalkommissar Vega erklärte, dass die Tresore der Banken Familiar und GNB aufgebrochen wurden.

Die Angreifer drangen ebenfalls in die Wechselstube Santa Rita ein, wo später ein Sprengkörper gefunden wurde, der jedoch nicht zur Explosion gebracht wurde. Es scheint, dass sie weder Geld aus der Wechselstube noch von der Ueno Bank stehlen konnten. Dennoch entstand erheblicher Sachschaden, der auch als Verlust gewertet werden kann.

Kommissar Vega versicherte, dass es bei dem Vorfall keine „schweren Verletzungen“ gegeben habe und dass sowohl die Beamten, die sich den Angreifern gestellt hatten, als auch die Angestellten der Ueno Bank „wohlauf“ seien.

Zwei Fahrzeuge angezündet

Nach dem Überfall flohen die Angreifer aus Santa Rita. Um die polizeiliche Verfolgung zu erschweren, zündeten sie zwei ihrer Fahrzeuge an: eines am nördlichen Stadteingang und ein weiteres am südlichen Stadteingang.

Darüber hinaus verstreuten sie Nagelbretter an verschiedenen Stellen in der Umgebung.

Sprengstoffexperten der Spezialeinsatzgruppe (GEO) der Nationalpolizei sind vor Ort, um die Bombe unschädlich zu machen, die die Angreifer nicht zur Explosion bringen konnten. Die Höhe des gestohlenen Geldes ist bislang noch unbekannt.

Der jüngste Vorfall dieser Art im Departement Alto Paraná ereignete sich im vergangenen Februar: Damals verübten etwa 15 Täter einen Angriff mit Sprengstoff auf die Filiale der Banco Sudameris im Bezirk Naranjal, ebenfalls im Departement Alto Paraná.

Wochenblatt / Abc Color

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